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Impfstoff soll Anfang 2021 nach Luxemburg kommen
Politik 12.11.2020

Impfstoff soll Anfang 2021 nach Luxemburg kommen

Gesundheitsministerin Paulette Lenert.

Impfstoff soll Anfang 2021 nach Luxemburg kommen

Gesundheitsministerin Paulette Lenert.
Foto: Chris Karaba
Politik 12.11.2020

Impfstoff soll Anfang 2021 nach Luxemburg kommen

Laut Gesundheitsministerin Lenert könnte der Corona-Impfstoff im ersten Quartal 2021 nach Luxemburg geliefert werden - einige Fragen bleiben bis dahin allerdings noch zu klären.

(jt) - Die Nachrichten über den aussichtsreichen Corona-Impfstoff der Pharmafirmen Biontech und Pfizer lassen auch in Luxemburg die Hoffnungen auf eine rasche und nachhaltige Eindämmung des Virus wachsen. Bis das Vakzin nach Luxemburg kommt, wird es allerdings noch dauern. Das hängt auch damit zusammen, dass die nötige Zulassung durch die europäische Arzneimittelbehörde EMA noch nicht erfolgt ist.


Politik, Corona Covid-19, Xavier Bettel, Premierminister und Paulette Lenert, Gesundheitsministerin geben Pressekonferenz nach Regierungsrat, Château de Senningen, Foto: Guy Wolff/Luxemburger Wort
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Gesundheitsministerin Paulette Lenert (LSAP) geht auf Basis von Angaben der EU-Kommission von einer ersten Lieferung im ersten Quartal 2021 aus. Insgesamt sind basierend auf der Einwohnerzahl in einer ersten Etappe 420.000 Impfstoffdosen für das Großherzogtum vorgesehen. Einen nationalen Alleingang bei der Beschaffung soll es nicht geben, wie Lenert in einer parlamentarischen Antwort an die CSV unterstreicht: Die Bestellung erfolge im Auftrag aller Mitgliedsländer über die EU-Kommission. Neben Biontech/Pfizer hat die Behörde in Brüssel noch drei weitere Lieferverträge mit anderen Herstellern abgeschlossen.


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Corona-Impfstoff bietet mehr als 90-prozentigen Schutz
Sehnsüchtig wartet die Welt auf einen Corona-Impfstoff. Als erstes westliches Unternehmen legt der deutsche Hersteller Biontech Zwischenergebnisse einer großen Studie vor.

Wie die erste Impfwelle in Luxemburg organisiert werden soll, damit befasst sich aktuell eine Arbeitsgruppe des Krisenstabs. Welche Bevölkerungsgruppen prioritär vom Impfstoff profitieren soll, steht noch nicht en detail fest. Auf Basis von Empfehlungen internationaler Organisationen werden aber Risikogruppen sowie Beschäftigte im Gesundheits- und Pflegesektor als erstes geimpft werden.

Ob die Impfung gratis sein wird, scheint ebenfalls noch nicht endgültig geklärt zu sein. „Die Frage der Finanzierung wird dem Regierungsrat unterbreitet werden“, lässt Lenert wissen. Der Idealzustand sei erreicht, wenn zumindest 60 bis 70 Prozent der Bevölkerung geimpft sind. Damit wäre eine natürliche Herdenimmunität hergestellt. „In diesem Fall kann das Virus nicht mehr in der Bevölkerung zirkulieren, weil die Wahrscheinlichkeit ganz gering ist, dass es eine für eine Infektion anfällige Person findet.“ Aber auch eine geringere Impfrate werde einen positiven Effekt bewirken, weil sich die Verbreitung des Erregers sowie die Neuinfektionen dann reduzierten. 

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