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Impfquote liegt jetzt bei 78,6 Prozent
Politik 4 Min. 08.12.2021
Covid-Situation

Impfquote liegt jetzt bei 78,6 Prozent

Um 14 Prozent stiegen die Neuinfektionen, die 0- bis 14-Jährigen weisen die höchste Inzidenzrate auf.
Covid-Situation

Impfquote liegt jetzt bei 78,6 Prozent

Um 14 Prozent stiegen die Neuinfektionen, die 0- bis 14-Jährigen weisen die höchste Inzidenzrate auf.
Foto: Getty Images
Politik 4 Min. 08.12.2021
Covid-Situation

Impfquote liegt jetzt bei 78,6 Prozent

Annette WELSCH
Annette WELSCH
Der Wochenbericht der Santé zeigt einen noch moderaten Anstieg an Infektionen und Hospitalisierungen.

In der Woche vom 29. November bis 5. Dezember stieg die Zahl der positiv getesteten Personen um 14 Prozent von 2.373 auf  2.699 Personen an. Dabei lag die Inzidenz bei den nicht geimpften Personen bei 662,67 Fällen pro 100.000 Einwohner und bei den voll durchgeimpften Personen bei 305,48 auf 100.000 Einwohner.  


Nurses tend to a patient, infected with the Covid-19 virus, in an intensive care unit of the Pitie-Salpetriere Hospital in Paris on November 30, 2021. (Photo by Thomas SAMSON / AFP)
Die Inzidenzen in Luxemburg steigen
Die aktuelle Kalenderwoche verzeichnet 75 positive Covid-Fälle mehr pro 100.000 Einwohner als die Vorwoche. Intensivpatienten sind zur Hälfte ungeimpft.

„Die nicht geimpften Personen sind zweimal mehr gefährdet, sich zu infizieren als diejenigen mit einem vollen Impfschema“, schreibt die Santé in ihrem Wochenbericht. Ähnlich sieht es bei den Krankenhauspatienten aus: 24 von 50 auf der Normalstation sind nicht geimpft, acht Patienten von 16 sind es auf Intensiv, wobei die Zahl der nicht geimpften Personen in der Gesamtbevölkerung aber wesentlich geringer ist als die Zahl der Geimpften. 

Die nicht geimpften Personen sind zweimal mehr gefährdet, sich zu infizieren als diejenigen mit einem vollen Impfschema.

Santé-Wochenbericht

Es wurden 30.268 PCR-Tests (27.439 in der Vorwoche) durchgeführt. Das Durchschnittsalter der positiv getesteten Personen lag bei 33,2 Jahren und damit leicht unter dem der Vorwoche mit 33,4 Jahren. 5.098 Personen waren am 5. Dezember aktiv infiziert gegenüber 4.269 am 28. November. 

Elf Personen verstorben

Elf Personen verstarben in Verbindung mit Covid-19. Das Durchschnittsalter lag hier bei 84 Jahren. In den Krankenhäusern wurden 50 Personen neu aufgenommen - 43 waren es noch in der Vorwoche. Auf den Intensivstationen stieg die Zahl der mit Covid-Patienten belegten Betten von elf auf 16. Das Durchschnittsalter der hospitalisierten Personen stieg von 58 auf 64 Jahre. 

Die Inzidenzrate stieg von 347 auf 425 Fälle auf 100.000 Einwohner in sieben Tagen an.  Sie ging in allen Alterskategorien hoch - außer bei den Personen über 75 Jahren - und am stärksten bei denen zwischen 15 und 29 Jahren (+ 22 Prozent). Die höchste Inzidenzrate findet sich bei den 0- bis 14-Jährigen mit 758 Fällen auf 100.000 Einwohner, die niedrigste bei den über 75-Jährigen mit 147 auf 100.000. 

Mit 5.066 Personen stieg um 25 Prozent die Zahl der Personen, die sich in Isolation befanden. 8.760 waren in Quarantäne. Der Familienkreis bleibt mit 36,3 Prozent der häufigste Ansteckungsort, gefolgt von der Schule (19 Prozent), der Arbeit (7,4 Prozent) und der Freizeit mit fünf Prozent. 

In der Grundschule in Mersch wurde eine Klasse aufgrund eines Clusters in Quarantäne geschickt. Auch in den Grundschulen in Koetschette und Redingen wird die Situation aufgrund von positiven Fällen im Auge behalten. 

3.530 Personen bekamen Erstimpfung

Insgesamt wurden 32.959 Impfdosen verabreicht, wobei 3.530 Personen eine erste Dosis erhielten, 3.398 eine zweite und 26.031 eine Auffrischung. 434.615 Personen weisen nun ein komplettes Impfschema auf - 78,6 Prozent der gesamten derzeit impfbaren Bevölkerung.  


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Am 10. Dezember öffnet nun auch vorübergehend das Impfzentrum bei der Air Rescue am Findel, um exklusiv denen, die nach einer Boosterimpfung verlangen und nur auf Rendez-vous, gerecht zu werden. Details unter www.impfen.lu, wo man auch alles zu den Pop-up- und mobilen Impfzentren findet. Denn dorthin sowie zu Hausärzten kann man auch ohne Einladung gehen. 

Im Rahmen der Impfwoche organisiert die Santé am Samstag, dem 11. Dezember zwei Konferenzen mit Debatte im European Convention Center (ECCL): morgens für Gesundheitspersonal und nachmittags für die Öffentlichkeit. Folgende Experten sind geladen: Dr Charles Benoy, Dr Thomas Dentzer, Christophe Dohm (Pfleger), Dr Isabel De La Fuente Garcia, Dr Claude Muller, Dr Jean-Claude Schmit, Dr Gérard Schockmel et Annick Schons (Pflegerin). Details unter https://impfen.lu/impfoday/.

Kein Fall von Omikron in Luxemburg

In Luxemburg ist Stand Mittwoch, 10 Uhr, kein Fall der Omikron-Variante nachgewiesen worden. Das meldet das Nationale Gesundheitslabor LNS in einer Mitteilung am Mittwochnachmittag. Es habe zwar Medienberichte über einen solchen Fall im Großherzogtum gegeben. Diese seien jedoch aufgrund missverständlicher Angaben entstanden. 

Ein belgisches Labor hatte eine Probe eines Patienten, der in der Nähe von Brüssel am 24. November getestet worden war, an die globale Datenbank GISAID gemeldet. Bei dem Patienten handelt es sich um einen Luxemburger Staatsbürger, welcher in Brüssel studiert, beim Testen aber seine Luxemburger Adresse angegeben hatte. 

Die Person habe Kontakt mit positiv getesteten Personen in Belgien gehabt. Zurzeit ist sie in Belgien in Quarantäne. Auch in den Wochen vor der Infektion habe kein Kontakt nach Luxemburg bestanden.   

Die Kläranlagen weisen weiterhin einen hohen Wert an Sars-CoV-2 auf. Er stagniert allerdings im Vergleich zur Vorwoche. 

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