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Immobilienpreise: CSV will Steuerfreibetrag erhöhen
Politik 2 Min. 17.02.2020

Immobilienpreise: CSV will Steuerfreibetrag erhöhen

Die CSV hat einen Gesetzesvorschlag eingereicht, um den "Bëllegen Akt" von 20.000 auf 50.000 Euro zu erhöhen.

Immobilienpreise: CSV will Steuerfreibetrag erhöhen

Die CSV hat einen Gesetzesvorschlag eingereicht, um den "Bëllegen Akt" von 20.000 auf 50.000 Euro zu erhöhen.
Foto: Lex Kleren
Politik 2 Min. 17.02.2020

Immobilienpreise: CSV will Steuerfreibetrag erhöhen

Michèle GANTENBEIN
Michèle GANTENBEIN
Die CSV hat einen Gesetzesvorschlag eingereicht, um den Steuerfreibetrag beim Immobilienkauf - den sogenannten "Bëllegen Akt" - von 20.000 auf 50.000 Euro zu erhöhen.

Die Immobilienpreise setzen potenziellen Immobilienkäufern immer mehr zu. Eine Möglichkeit, um die Menschen finanziell zu entlasten, wäre eine Erhöhung des Steuerfreibetrags von 20.000 auf 50.000 Euro beim Erwerb einer Wohnimmobilie für den Eigenbedarf, so die Überlegung der CSV. Sie hat im Oktober 2019 einen entsprechenden Gesetzesvorschlag eingereicht, in dem sie anhand von Beispielen darlegt, warum sich ihrer Meinung nach eine Erhöhung des Freibetrags aufdrängt.


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Seit der Einführung des Steuerfreibetrags im Jahr 2002 sind die Immobilienpreise um 55 bis 77 Prozent gestiegen. Kostete 2002 eine 80-Quadratmeter-Wohnung im Schnitt 275.000 Euro, muss ein Käufer heute rund 488.000 Euro auf den Tisch legen. Der Steuerfreibetrag aber endet bei einem Kaufpreis von 286.000 Euro. Auf der restlichen Summe muss der Käufer sieben Prozent Steuern an den Enregistrement bezahlen.

Zu dem Gesetzesvorschlag liegen nun zwei Gutachten vor. 

Die Staatsbeamtenkammer begrüßt den Schritt. Der Freibetrag sei seit seiner Einführung nicht angepasst worden, obwohl die Immobilienpreise stark gestiegen sind und somit auch die Gebühren die Käufer immer mehr belasten, argumentiert die Chambre des fonctionnaires et employés publics.


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Die Handelskammer ist da anderer Meinung. "La Chambre de Commerce accueille avec prudence le rehaussement des plafonds des crédits d’impôt pour l’achat d’un bien immobilier à des fins d’habitation", schreibt die Handelskammer in ihrem Gutachten. Sie hat Sorge, dass eine solche Maßnahme die Nachfrage zusätzlich befeuert, dass die Schere zwischen Angebot und Nachfrage weiter auseinandergehen wird und dadurch die Immobilienpreise weiter steigen werden

Und sie sorgt sich um die budgetären Auswirkungen, also die steuerlichen Mindereinnahmen, die eine solche Maßnahme mit sich bringt. Die Handelskammer ist der Ansicht, dass die Auswirkungen genauer analysiert werden sollten, bevor man eine solche Maßnahme umsetzt.


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