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HRS-Impfaktion: Aussage gegen Aussage
Politik 15.03.2021 Aus unserem online-Archiv

HRS-Impfaktion: Aussage gegen Aussage

Dr. Claude Schummer belastet Jean-Louis Schiltz, es reagiert das HRS als Institution.

HRS-Impfaktion: Aussage gegen Aussage

Dr. Claude Schummer belastet Jean-Louis Schiltz, es reagiert das HRS als Institution.
Foto: Alain Piron/LW-Archiv
Politik 15.03.2021 Aus unserem online-Archiv

HRS-Impfaktion: Aussage gegen Aussage

Annette WELSCH
Annette WELSCH
Dr. Claude Schummer beschuldigt Jean-Louis Schiltz, über die geplante eigene Impfaktion des HRS im Bild gewesen zu sein. Die HRS dementieren, irgendetwas damit zu tun zu haben.

Aussage und Dementi - seit vergangene Woche bekannt wurde, dass die Hôpitaux Robert Schuman (HRS) in eigener Regie Impfstoff von Pfizer bestellt haben sollen und Generaldirektor Dr. Claude Schummer nicht mehr zur Arbeit erschienen war, geht es hin und her. Nun steht Aussage gegen Aussage, ob und wer Impfstoff für die HRS bestellt hat und was damit geschehen sollte.


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Die HRS hatten zunächst dementiert, dass Dr. Schummer beurlaubt sei und dass die HRS irgendwelche privaten Initiativen oder Schritte unternommen hätten, zusätzliche Impfdosen zu organisieren. Am Montag meldete Radio 100,7, dass Dr. Schummer zugab, das Krankenhaus habe in Absprache mit Verwaltungsratspräsident Jean-Louis Schiltz, der sogar selber Schritte unternahm, im Ausland an Impfstoff zu kommen, 200.000 Dosen bei Pfizer bestellt, die im April geliefert werden sollten. 

Damit sollten Mitarbeiter von Betrieben geimpft werden. Nach „Wort“-Informationen waren sogar schon Vorbereitungen für ein HRS-internes Impfzentrum mitsamt der Verpflichtung von Personal gelaufen und auch ein Preis festgelegt. 

Dr. Schummer sagte laut 100,7 auch, dass er keinerlei Erklärungen erhalten habe, warum sich das HRS von ihm trennen wolle und warum er in einem außerordentlichen Urlaub versetzt wurde. 


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Darauf reagierten am Montag wiederum die HRS und erklärten, dass sie zu keinem Zeitpunkt eine private oder parallele Impfkampagne zur Regierung geplant hätten. Solche Schritte seien auch nicht zu tolerieren. 

Die zur LaLux-Gruppe gehörende Privat-Krankenversicherung DKV stellte dagegen am Montagnachmittag klar, dass sie entgegen der Meldung von RTL zu keinem Zeitpunkt geplant habe, „an einer privaten Initiative zur Impfung gegen das Corona-Virus teilzunehmen“

Die DKV erstatte Kosten für die medizinische Versorgung Ihrer Kunden, erbringe aber aktiv keine Leistungen und das werde auch von der Versicherungsaufsicht überwacht. Sie „verbittet es sich ausdrücklich, in die Interna der HRS verwickelt zu werden“, heißt es in der Mitteilung.

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