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Hollerich nennt Spekulationen um Papstnachfolge „Fantasie“
Politik 10.03.2022 Aus unserem online-Archiv
Medienbericht

Hollerich nennt Spekulationen um Papstnachfolge „Fantasie“

Hollerich sieht sich nicht als Papst - er sei dafür ein zu geselliger Mensch.
Medienbericht

Hollerich nennt Spekulationen um Papstnachfolge „Fantasie“

Hollerich sieht sich nicht als Papst - er sei dafür ein zu geselliger Mensch.
Foto: Marc Wilwert
Politik 10.03.2022 Aus unserem online-Archiv
Medienbericht

Hollerich nennt Spekulationen um Papstnachfolge „Fantasie“

Die Gerüchte um seine Person „eher ein Angriff auf den Papst“, sagte Hollerich.

(KNA) – Kardinal Jean-Claude Hollerich (63) hat Spekulationen um seine Person als möglicher Nachfolger von Papst Franziskus (85) zurückgewiesen. „Ich glaube überhaupt nicht daran, das sind Fantasien einiger Leute“, sagte der Erzbischof der Luxemburger Tageszeitung „L'Essentiel“ zu entsprechenden Gerüchten. Außerdem wäre er in einem solchen Amt wohl sehr unglücklich, so Hollerich. „Ich bin sehr gesellig, ich lese lieber ein gutes Buch, höre ein bisschen Musik oder treffe mich mit Freunden zu einem guten Essen. Das alles kann ein Papst nicht mehr.“

Auch seien die Gerüchte um seine Person „eher ein Angriff auf den Papst“, sagte Hollerich. Mit dem Papst teile er inhaltliche Übereinstimmungen. Der Kardinal weiter: „Ich bin ein Reformist wie er. Es gibt Anpassungen, die in der Kirche vorgenommen werden müssen.“

Schlüsselposition


19.12. IPO / ITV Erzbischof Jean-Claude Hollerich Foto;Guy Jallay
Erzbischof Hollerich wird neuer COMECE-Vorsitzender
Jean-Claude Hollerich (59), Erzbischof von Luxemburg, ist neuer Vorsitzender der EU-Bischofskommission COMECE. Die Bischöfe wählten ihn am Donnerstag für die kommenden fünf Jahre in das Amt.

Papst Franziskus und Hollerich gehören beide dem Jesuitenorden an. 2019 nahm Franziskus Hollerich ins Kardinalskollegium auf. Seit 2018 ist der Luxemburger zudem Vorsitzender der EU-Bischofskommission COMECE. Bei der Weltsynode zur Synodalität der Kirche kommt ihm als sogenannter Generalrelator (Berichterstatter, Vermittler) eine Schlüsselposition zu.

Zuletzt hatte sich Hollerich für Reformen ausgesprochen und geäußert, die katholische Kirche müsse sich grundlegend verändern. Unter anderem sprach er sich für eine Änderung der katholischen Lehre zu Homosexualität aus und sagte, er halte die Bewertung als Sünde für falsch.   

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