Wählen Sie Ihre Nachrichten​

Hoffen auf eine soziale gerechte Klimapolitik
Politik 2 Min. 07.07.2022 Aus unserem online-Archiv
Aus den Caritas-Empfehlungen

Hoffen auf eine soziale gerechte Klimapolitik

Aufgrund der Klimakrise werden viele Menschen ihre Länder verlassen müssen, gibt Caritas zu bedenken.
Aus den Caritas-Empfehlungen

Hoffen auf eine soziale gerechte Klimapolitik

Aufgrund der Klimakrise werden viele Menschen ihre Länder verlassen müssen, gibt Caritas zu bedenken.
Foto:AFP
Politik 2 Min. 07.07.2022 Aus unserem online-Archiv
Aus den Caritas-Empfehlungen

Hoffen auf eine soziale gerechte Klimapolitik

Elena SCHMITZ
Elena SCHMITZ
Damit der Umweltschutz garantiert werden kann, fordert Caritas vielschichtige Maßnahmen. Dabei geht es auch um den Umgang mit Klima- und Umweltflüchtlingen.

Caritas Luxembourg sieht den Umweltschutz als notwendige Bedingung für soziale Gerechtigkeit. Sozial benachteiligte Menschen leiden öfter unter den Folgen des Klimawandels und haben nicht die Mittel, sich anzupassen. Die Konsequenzen treffen sie am härtesten -  jedoch sind es die entwickelten Länder, die die meisten CO₂-Emissionen produzieren. Luxemburg gehört zu den Ländern mit den höchsten Treibhausgas-Emissionen pro Einwohner. Dies hält Caritas in einem Dokument mit Empfehlungen an die Parteien im Hinblick auf die Wahlen 2023 fest, das vor kurzem vorgestellt wurde und sich auch eingehend mit der Klimapolitik befasst.

Die Organisation betont, dass das Klimaziel, die Treibhausgase bis 2030 um 55 Prozent zu reduzieren, nicht realistisch sei, um eine 1,5-Grad-Celsius-Erderwärmung zu erreichen und strebt 65 Prozent als Ziel an. Die Gas- und Strompreise steigen und führen zu einer Energiearmut, die vor der Pandemie elf Prozent der europäischen Bevölkerung traf, gibt Caritas zu bedenken. Die Energiearmut habe Auswirkungen auf die Gesundheit und das Wohlbefinden der Menschen.


Wegen der Ausgangsbeschränkungen und dem obligatorischen Mindestabstand erhalten Obdachlose momentan noch weniger Geld von Passanten als vor der Corona-Pandemie.
Was Caritas von den Parteien erwartet
Neun Schwerpunkte und 57 konkrete Ideen definiert die Organisation im Vorfeld der Parlamentswahlen.

In Luxemburg waren 2020 laut Caritas 3,6 Prozent der Bevölkerung von dieser Form der Armut betroffen, die Zahl steigt aber seitdem stetig an. Caritas hofft auf gezielte Maßnahmen, um die Energiearmut zu bekämpfen. Darunter staatliche Subventionen für finanziell schwache Haushalte, um notwendige Renovierungen durchzuführen. Außerdem sollten steigende Wohnpreise durch einen Mietzuschuss ausgeglichen werden.

Anerkennung von Umweltflüchtlingen

Die Ausweitung der CO₂-Steuer auf alle fossilen Energien, einschließlich Kerosin, ist eine weitere Maßnahme, die Caritas fordert. Die Industrieländer sollten zudem gemäß dem Verursacherprinzip für die Schäden in den armen Staaten aufkommen, für die sie mitverantwortlich sind. Demnach will Caritas, dass Luxemburg die kleinen Inselstaaten, die sozialen, ökonomischen und ökologischen Risiken besonders ausgesetzt sind, finanziell unterstützt.

Aufgrund der Klimakrise werden viele Menschen ihre Länder verlassen müssen, gibt Caritas zu bedenken und verweist auf das Schicksal der Klima- und Umweltflüchtlinge. Sie hätten nicht die Mittel, sich in ihren Ländern vor immer schlimmeren Klimakatastrophen zu schützen. Kämen sie nach Europa, würde ihnen nicht das Flüchtlingsstatut anerkannt. 

Caritas will daher die Anerkennung und Integration von Umweltflüchtlingen unterstützen. Unter anderem will die Vereinigung bestimmten Initiativen zur Seite stehen, die eine würdige politische Migration anstreben, wie zum Beispiel die staatliche Initiative „platform on disaster displacement“, die sich für einen besseren Schutz der Menschen einsetzt, die im Zusammenhang mit klimabedingten Katastrophen ihre Heimat verlassen müssen. 

Folgen Sie uns auf Facebook, Twitter und Instagram und abonnieren Sie unseren Newsletter.


Lesen Sie mehr zu diesem Thema