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Höhepunkt der Omikron-Welle in Luxemburg noch nicht absehbar
Politik 2 Min. 21.01.2022
Virologe Claude P. Muller

Höhepunkt der Omikron-Welle in Luxemburg noch nicht absehbar

Prof. Claude Muller.
Virologe Claude P. Muller

Höhepunkt der Omikron-Welle in Luxemburg noch nicht absehbar

Prof. Claude Muller.
Archivfoto: Pierre Matgé
Politik 2 Min. 21.01.2022
Virologe Claude P. Muller

Höhepunkt der Omikron-Welle in Luxemburg noch nicht absehbar

Am Donnerstag hat Luxemburg eine neue Rekord-Höhe bei den Neuinfektionen erreicht – und ein Ende der Welle ist noch nicht in Sicht.

(jt) - Luxemburg hat innerhalb von 24 Stunden 3.064 Corona-Neuinfektionen verzeichnet – so viele wie noch nie. 26.318 Personen im Großherzogtum galten laut Stand vom Mittwochabend als infiziert, auch das ist ein neuer Höchstwert. 

Verantwortlich für die Vielzahl der neuen Ansteckungsfälle ist die Omikron-Variante des Erregers, die seit mehreren Wochen im Land kursiert. Besonders stark legte zuletzt die Zahl der Infektionen bei Kindern bis 14 Jahren zu.

Ein Ende der Omikron-Welle im Großherzogtum ist momentan noch nicht abzusehen. Die Variante verbreite sich hierzulande langsamer als in anderen Ländern, sagte der Virologe Claude P. Muller am Donnerstag auf Radio 100,7. Dies habe mit der Disziplin der Bevölkerung sowie den „guten Immunverhältnissen“ zu tun. 

Muller rechnet daher damit, dass der Höhepunkt der aktuellen Welle später als in anderen Staaten eintreten könnte. 

Deutschland: Höhepunkt der Welle Mitte Februar erwartet

Deutschland meldete indes den zweiten Rekord an neuen Covid-19-Fällen in Folge, da sich die Omikron-Variante in Europas größter Volkswirtschaft weiter rasant ausbreitet. 133.536 Neuinfektionen wurden mit Stand vom Donnerstag innerhalb von 24 Stunden registriert. Am Vortag war die 100.000er-Marke zum ersten Mal überschritten worden, wie aus den Daten des Robert-Koch-Instituts hervorgeht. Die Sieben-Tage-Inzidenz pro 100.000 Menschen kletterte auf 638,8, ebenfalls ein neuer Rekord. 

Gesundheitsminister Karl Lauterbach bekräftigte, dass er den Höhepunkt der Infektionen gegen Mitte Februar erwartet. Dann wären ein paar Hunderttausend Infektionen pro Tag in Deutschland möglich.

In Frankreich registrierten die Gesundheitsbehörden 426.000 neue Fälle innerhalb von 24 Stunden. Das ist etwas weniger als in den Tagen zuvor, als sogar die Marke von 460.000 überschritten wurde. Premierminister Jean Castex kündigte schrittweise Lockerungen ab Februar an. Zugleich verschärft die Regierung die Regeln für Ungeimpfte von Montag an erheblich.

In Belgien wurde in der Vorwoche die Marke von durchschnittlich 30.000 Corona-Infektionen pro Tag überschritten. Ein signifikanter Anstieg der Covid-19-Todesfälle ist im Nachbarland allerdings noch nicht zu verzeichnen. Auch die Zahl der Corona-Patienten in einem kritischen Zustand nahm zuletzt weiter ab.

Auch Schweden, Dänemark und Norwegen melden im Zuge der Ausbreitung der Omikron-Variante des Coronavirus allesamt Rekordwerte bei den Neuinfektionszahlen.

In Großbritannien sind die Infektionszahlen unterdessen deutlich zurückgegangen. Die Inzidenz, die die Zahl der Neuinfektionen der vergangenen Woche pro 100.000 Einwohner angibt, lag zuletzt bei 986 (Stand: 13. Januar). Zeitweise hatte sie um den Jahreswechsel die Marke von 2.000 überschritten. Auch die Zahl der Einweisungen ins Krankenhaus geht leicht zurück. Premierminister Boris Johnson kündigte Lockerungen an, etwa bei der Maskenpflicht und der Isolationsdauer von Infizierten.  

Mit Material von Bloomberg und dpa. 


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