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Härtere Strafen für Tierquäler
Politik 04.05.2016 Aus unserem online-Archiv
Regierung verschärft Gesetz

Härtere Strafen für Tierquäler

Tierquäler müssen in Zukunft Gefängnisstrafen befürchten. Das Problem: Nur in Ausnahmefällen werden die Täter gefasst.
Regierung verschärft Gesetz

Härtere Strafen für Tierquäler

Tierquäler müssen in Zukunft Gefängnisstrafen befürchten. Das Problem: Nur in Ausnahmefällen werden die Täter gefasst.
Foto: Anouk Antony
Politik 04.05.2016 Aus unserem online-Archiv
Regierung verschärft Gesetz

Härtere Strafen für Tierquäler

Volker BINGENHEIMER
Volker BINGENHEIMER
Der Fall des auf brutale Weise getöteten Pferds in Ehlingen hat es sogar bis in den Regierungsrat geschafft. Die Politiker verschärfen nun das Tierschutzgesetz: Tierquäler müssen ins Gefängnis.

(ml/vb) – Der Fall des auf brutale Weise getöteten Pferds in Ehlingen hat es sogar bis in den Regierungsrat geschafft. Die Politiker verschärfen nun das Tierschutzgesetz: Tierquäler müssen ins Gefängnis.

Nach den jüngsten Fällen von Tierquälerei in Luxemburg wird das Tierschutzgesetz  neu angepasst. Im Text, den die Regierung am Mittwoch verabschiedet hat, werden die Tiere klar definiert. "Ein Tier ist kein Gegenstand, aber auch kein Mensch", sagte Premierminister Xavier Bettel. Vorgesehen ist auch eine Liste aller Tierarten, die man halten darf und jenen, die nicht zu Hause erlaubt sind.

Das neue Tierschutzgesetz ist allerdings kein Schnellschuss: Landwirtschaftsminister Etgen hatte es schon Mitte 2014 angekündigt.

Die Strafen werden unterdessen verschärft. Das Gesetz aus dem Jahr 1983 sah bei Verstößen eine Geldstrafe von bis zu 5.000 Euro vor. Künftig steht eine Geldbuße von maximal 200.000 Euro an. Tierquäler müssen sich auf Haftstrafen von bis zu drei Jahre gefasst machen.


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Tierqu�lerei, Hund, Auto, Hitze