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Grundschulstart: Gewerkschaften richten offenen Brief an Regierung
Politik 2 Min. 18.05.2020

Grundschulstart: Gewerkschaften richten offenen Brief an Regierung

Grundschulstart: Gewerkschaften richten offenen Brief an Regierung

Foto: Lex Kleren
Politik 2 Min. 18.05.2020

Grundschulstart: Gewerkschaften richten offenen Brief an Regierung

Die Kritik an der Handhabung des Grundschulstarts zum 25. Mai nimmt zu - Gewerkschaften bemängeln die mangelnde Kommunikation vonseiten des Bildungsministers.

(mth/SC) - Die Kritik von Gewerkschaften, Elternvertretern, dem Lehrpersonal und Gemeindevertretern wird kurz vor dem Schulstart an Luxemburgs Grundschulen am 25. Mai immer lauter.

In einem offenen Brief, den die Gewerkschaften SEW/OGBL und der Landesverband am Montagmorgen an Premierminister Xavier Bettel und den Rest der Regierung richteten, kritisierten sie vor allem die mangelnde Kommunikation vonseiten des Bildungsministers Claude Meisch. Wenn die Grundschulen am kommenden Montag nicht im "organisatorischen Chaos" untergehen sollen, brauche es jetzt schnelles Handeln.

Mehrere Gewerkschaften sowie Gemeinde- und Elternvertreter hätten wiederholt versucht, mit dem Bildungsminister in Kontakt zu treten und ihm ihre Vorschläge zu unterbreiten - vergebens. Sogar die Regionaldirektionen würden erst über die Pressekonferenzen des Ministers über Entscheidungen informiert.

Es gebe viele Fragen, die auch eine Woche vor dem Schulstart ungelöst seien: Es fehle an qualifiziertem Personal, viele Kinder könnten aufgrund des Klassensplittings außerdem nicht von ihren üblichen Lehrern und Lehrerinnen betreut werden. Auch die Transportfrage und ein Mangel an Unterrichtsräumen bereitet Kopfzerbrechen. Für letzteres wurde vielerorts noch keine Lösung gefunden, sodass einige Gemeinden auf die Trennung der Klassen in unterschiedliche Gruppen verzichten wollen, so die Gewerkschaften.

"Das Modell, wie es im Moment aussieht, wird nicht mehr von dem Lehrpersonal unterstützt", hieß es in dem offenen Brief am Montag. Es sei allerdings noch nicht zu spät, ein kohärenteres Modell auszuarbeiten. Aus diesem Grund fordern die Gewerkschaften die Einrichtung einer Task Force, zusammengesetzt aus Vertretern der Lehrerschaft, der Gemeinden, der Eltern und der Gewerkschaften.

Kritik auch vom SNE

Im Vorfeld der Wiedereröffnung der Grundschulen am 25. Mai kritisierte auch die Lehrergewerkschaft SNE das Vorgehen des Bildungsministeriums am Montag in einer Mitteilung - vor allem die Aufsichtspflicht im Schulhof ab 7 Uhr, die laut Regierungsbeschluss der Lehrerschaft obliegen soll.


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Die Maßnahme sei nicht mit den Gewerkschaften Lehrerschaft abgesprochen worden, bemängelt der SNE. Laut der SNE sei die Nachricht "für alle Beteiligten überraschend" gewesen. Es sei zudem nicht nachvollziehbar, warum eine Aufgabe, die bisher den Gemeinden zugeteilt war, jetzt vom Lehrpersonal übernommen werden soll.

Aufgrund der verschärften Corona-Sicherheitsvorkehrungen gebe es ohnehin schon eine erhöhte Arbeitslast für das Lehrpersonal. Daher sei es inakzeptabel, diese Aufgabe ebenfalls der Lehrerschaft aufzudrücken.

Zudem sei es kaum vorstellbar, die zur Verhinderung eventueller Ansteckungen geplante Trennung der zwei Schülergruppen auf dem Schulhof zu gewährleisten.

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