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Grünes Licht für Verkehrs-Großprojekte
Politik 06.12.2016 Aus unserem online-Archiv
Deutscher Bundestag verabschiedet Verkehrswegeplan

Grünes Licht für Verkehrs-Großprojekte

Der deutsche Bundestag winkte eine ganze Reihe von Verkehrsprojekten durch - unter anderem auf der deutschen Seite der Großregion.
Deutscher Bundestag verabschiedet Verkehrswegeplan

Grünes Licht für Verkehrs-Großprojekte

Der deutsche Bundestag winkte eine ganze Reihe von Verkehrsprojekten durch - unter anderem auf der deutschen Seite der Großregion.
Foto: dpa-tmn
Politik 06.12.2016 Aus unserem online-Archiv
Deutscher Bundestag verabschiedet Verkehrswegeplan

Grünes Licht für Verkehrs-Großprojekte

Volker BINGENHEIMER
Volker BINGENHEIMER
Nach jahrelangen Vorarbeiten hat der deutsche Bundestag den Bundesverkehrswegeplan 2030 verabschiedet. Nahe der Luxemburger Grenze stehen mehrere Großprojekte an.

Von Michael Merten (Trier)

Nach jahrelangen Vorarbeiten hat der deutsche Bundestag den Bundesverkehrswegeplan 2030 verabschiedet. Der Plan legt fest, welche größeren Bauprojekte auf Deutschlands Straßen und Schienen mittelfristig, also in einem Zeitraum bis 2030, verwirklicht werden sollen.

Auch die Großregion profitiert von der Fortschreibung des alten Verkehrswegeplans, der noch aus dem Jahr 2003 stammte.

Ein Großprojekt mit regionalem Bezug ist der „Moselaufstieg“, auch Westumfahrung Trier genannt. Seit den 1960er Jahren geplant, geht es bei der derzeit auf 60 Millionen Euro geschätzten Maßnahme um eine direkte Anbindung des Konzer und Saarburger Raums an die Autobahn. Statt durch das Nadelöhr Trier fahren zu müssen, könnten Autofahrer künftig über eine neue Moselbrücke bei Konz und eine rund fünf Kilometer lange Straße zwischen Igel und Zewen direkt auf die A 64 gelangen – und wären schneller im Koblenzer Raum, aber beispielsweise auch in Luxemburg.

Gute Chancen auf eine Realisierung haben in den kommenden rund 15 Jahren auch die Ortsumgehungen Ayl sowie Trier-Zewen, weil sie mit „vordringlichem Bedarf“ ausgewiesen wurden. Der Bau der Ortsumfahrung Igel, die lediglich im weiteren Bedarf landete, ist hingegen unwahrscheinlich. Vom Tisch ist hingegen der Plan, die A 64 durch eine elf Kilometer lange neue Trasse im Meulenwald direkt an die A1 bei Schweich anzubinden. Auch der Ausbau der Eifelbahnstrecke zwischen Köln und Trier wird auf absehbare Zeit nicht erfolgen.

Ohne Lücke bis zur Ostsee

Mit Hochdruck vorantreiben wollen Berlin und Mainz den Lückenschluss der A1, die von der Ostsee bis nach Saarbrücken führt, aber auf rund 25 Kilometern zwischen Blankenheim in Nordrhein-Westfalen und Kelberg in Rheinland-Pfalz noch unvollendet ist. Die Maßnahme, deren Planung noch nicht abgeschlossen ist, wird eine deutlich bessere Anbindung an den Raum Köln-Bonn bringen. Von Wirtschaftsverbänden seit Jahren mit Nachdruck gefordert, ist der Lückenschluss vor allem bei Naturschützern umstritten.


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