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Grüner Anstrich für die Armee
Politik 07.12.2021
CO2-Einsparungen

Grüner Anstrich für die Armee

Flugzeuge wie der A400M hinterlassen einen riesigen ökologischen Fußabdruck. CO2-Einsparungen muss die Armee anderweitig erreichen.
CO2-Einsparungen

Grüner Anstrich für die Armee

Flugzeuge wie der A400M hinterlassen einen riesigen ökologischen Fußabdruck. CO2-Einsparungen muss die Armee anderweitig erreichen.
Gerry Huberty
Politik 07.12.2021
CO2-Einsparungen

Grüner Anstrich für die Armee

Marc SCHLAMMES
Marc SCHLAMMES
Um die ehrgeizigen Klimaziele zu erreichen, muss jeder seinen Beitrag leisten. Auch die Armee. Ein Bereich verfügt über besonders viel Einsparpotenzial.

Die Armee soll grüner werden. Denn eine moderne Armee müsse ihren Beitrag zur Reduzierung des ökologischen Fußabdrucks leisten, beschrieb Armeeminister François Bausch (Déi Gréng) Mitte des Jahres in einem „Wort“-Interview die Herausforderung und verwies auf eine Studie, auf deren Grundlage ein nachhaltiges Monitoring erfolgen soll.

Den nun vorliegenden Zahlen zufolge, die der Minister im zuständigen parlamentarischen Ausschuss vorlegte – im März hatte der Piraten-Deputierte Marc Goergen in einer Motion die CO2-Bilanz der Armee thematisiert –, war die luxemburgische Armee 2019 für 1,5 Prozent der nationalen CO2-Bilanz verantwortlich. In absoluten Zahlen entspricht dies 19.330 Tonnen.


Politik, Interview Francois Bausch, Klima und Verteidigungspolitik, Foto: Chris Karaba/Luxemburger Wort
Der unterschätzte Sicherheitsfaktor
Armeeminister François Bausch erklärt, weshalb sich das Militär mit der Klimafrage beschäftigt und wie der ökologische Fußabdruck der Armee reduziert wird.

Mit einem beachtlichen Einsparpotenzial gehen die Instandsetzungen der Kasernen auf dem Härebierg einher. In puncto Effizienz und Isolierung sollen die bestmöglichen Technologien genutzt werden, heißt es in einem Schreiben, sodass unter dem Strich die Emissionen um 78 Prozent reduziert werden können – obwohl die Nutzfläche um 25 Prozent steigt.

Durch die Produktion und Nutzung erneuerbarer Energien sollen die Emissionen beim Stromverbrauch halbiert werden.

Dem enormen Einsparpotenzial bei den Infrastrukturen stehen weitaus geringere CO2-Reduzierungen beim Fuhrpark gegenüber. Das Kommuniqué liefert die einfache Erklärung mit: Zurzeit sind noch keine Militärfahrzeuge und –flugzeuge mit emissionsneutralem Antrieb verfügbar. Dafür wird die Flotte an zivilen Fahrzeugen nach und nach ökologisch ausgerichtet; Stand 2021 verfügen 21 Prozent der Wagen über einen Hybridantrieb und weitere 21 Prozent werden rein elektrisch betrieben. 

Einsparungen via Synergien

Darüber hinaus sollen Synergien beim Erwerb und der Nutzung von Fahrzeugen und Flugzeugen zur Verringerung des ökologischen Fußabdrucks führen. Als Beispiele nennt der Ressortminister die beiden Flugzeuge A400M und MRTT (Multi Role Tanker Transport), die auf die Initiativen „Joint Procuring“ und „Pooling&Sharing“ zurückgehen.


Die Luxemburger Armee feiert ihren Schutzpatron auf dem Unabhängigkeitsplatz im militärischen Zentrum auf dem Herrenberg / Foto: Nico MULLER
Einsatz in Krisenzeiten
Bei der Feier zu Ehren des Sankt Martin, dem Schutzpatron der Soldaten, blickt die Armeeführung auf ein ereignisreiches Jahr zurück.

Daneben unterstützt das Verteidigungsressort die Forschung und im Budgetentwurf 2022 sind 400.000 Euro vorgesehen, mit denen Luxemburg Zertifikate an internationalen Projekten zur CO2-Speicherung erwirbt.

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