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Großherzog auf Capo Verde: Tänze, Trommeln und Tourismus
Politik 17 12.03.2015 Aus unserem online-Archiv

Großherzog auf Capo Verde: Tänze, Trommeln und Tourismus

Politik 17 12.03.2015 Aus unserem online-Archiv

Großherzog auf Capo Verde: Tänze, Trommeln und Tourismus

Cabo Verde will sich als Reiseziel für Sonnenanbeter und Naturfreunde hervortun. Unterstützung für den Tourismusssektor gibt es von der Luxemburger Entwicklungshilfe. Liebvolle Empfänge wissen die Kapverdier schon jetzt zu bereiten.

(BB) - Bunt und laut war der Empfang am Mittwochnachmittag im Hafen von Santo Antao. Mit Trommeln und Tänzen haben die Kapverdier den Großherzog willkommen geheißen.

Die Menschenmassen füllten den Hafenplatz und etliche Schaulustige hatten sich am Küstenrand versammelt. Kleine Kinder schwenkten Fahnen während die hochrangigen Gäste mit exotischen Blumen und traditioneller Musik begrüßt wurden.

Auf Santo Antao genießt Luxemburg ein hohes Ansehen. Hier liegt die Wiege der Entwicklungszusammenarbeit zwischen beiden Ländern. Auf der nord-westlichen Insel hat Luxemburg seine erste Projekte verwirklicht, und die Arbeit dann auf weitere Teile des Archipels ausgeweitet.

Aus Santo Antao stammen auch viele der Kapverdier, die in Luxemburg eine zweite Heimat gefunden haben. Diese langjährigen, engen Beziehungen sollte der farbenfrohe Empfang zum Ausdruck bringen.

Dass die Erfahrungen beide Länder zusammengeschweißt haben, war auch ein paar Stunden zuvor, als die Luxemburger Delegation die Hotelschule in Praia besuchte, deutlich.

Das Ausbildungszentrum, das mit Luxemburger Unterstützung entstanden ist, geht auf das Jahr 2011 zurück. Nun hat die Entwicklungshilfe ein weiteres Schulgebäude mitfinanziert. In einem Internat sollen Schüler unterkommen, die von anderen Inseln Cabo Verdes stammen und nicht jeden Abend nach Hause fahren können.


Neues Internat

Bislang besuchten besonders junge Einwohner aus der Hauptstadt Praia oder naheliegenden Städten der Insel Santiago die einzige Hotelschule des Landes. "Wenn andere Schüler hierherkommen, kommt das dem Tourismus auf allen Inseln zugute", sind sich die Schüler Catia und Nivaldo sicher. Sie hoffen in Cabo Verde gute berufliche Chancen zu bekommen.

Im Jahr 2015 bildet die Schule 650 junge Leute als Servicekräfte, Reiseleiter und Rezeptionisten aus. "Der Tourismus ist ein wichtiger Motor, um aus der Armut herauszukommen. Dafür muss es qualifiziertes Personal geben", sagte Kooperationsminister Romain Schneider bei der Einweihung der Studentenresidenz.

Die Schuldirektion ist jedenfalls bemüht das Potenzial der Hotelschule auszubauen. "Wir haben Partnerschaften mit privaten Trägern und Hotelbetreibern entwickelt, so dass unsere Schüler qualifizierende Praktika machen können. Außerdem sind wir bestrebt, an großen Events teilzunehmen, damit die angehenden Fachkräfte auch hier Erfahrungen sammeln können", erzählt Beauftragte Nadia Firmino.

Wirtschaftliches Potenzial steckt selbst im neuen Internat: Neben den 32 Schülerzimmern mit jeweils drei Betten, sind 27 weitere Zimmer externen Gästen gewidmet, so dass die Schule Theorie und Praxis in einem eigenen Hotelservice umsetzen kann.


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