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Gewerkschaften mobilisieren ihre Mitglieder
Politik 30.05.2016 Aus unserem online-Archiv
Gemeinsame Protestaktion

Gewerkschaften mobilisieren ihre Mitglieder

Der Pflege- und Sozialsektor beschäftigt bis zu 15.000 Beschäftigte.
Gemeinsame Protestaktion

Gewerkschaften mobilisieren ihre Mitglieder

Der Pflege- und Sozialsektor beschäftigt bis zu 15.000 Beschäftigte.
Foto: Shutterstock
Politik 30.05.2016 Aus unserem online-Archiv
Gemeinsame Protestaktion

Gewerkschaften mobilisieren ihre Mitglieder

Maxime LEMMER
Maxime LEMMER
Am kommenden Samstag werden OGBL und LCGB mit einer großen Kundgebung ihrem Unmut über die Lage im Gesundheits-, Pflege- und Sozialsektor Luft machen. Der Berufsverband der Sozialpädagogen schließt sich dem Protest nun an.

(ml) - Die Apeg (Asssociation professionnelle des éducateurs gradués) ruft ihre Mitglieder auf, am 4. Juni an der großen Kundgebung der Gewerkschaften teilzunehmen. Gefordert wird, dass alle Mitarbeiter in den künftigen Kollektivverträgen gerecht behandelt und korrekt in ihrer Laufbahn eingestuft werden.

Die Reform des öffentlichen Dienstes, die im vergangenen Jahr im Parlament verabschiedet wurde, habe ausgerechnet die langjährigen Erzieher und Sozialpädagogen diskriminiert. Beschäftigte, die seit 20 Jahren im Dienst seien, würden bis jetzt leer ausgehen. Die falsche Einstufung der Laufbahnen könne in diesen Fällen Einbußen von mehr als 2000 Euro pro Monat nach sich ziehen, heißt es. Bei den Verhandlungen über den SAS-Vertrag im Sozial- und Pflegewesen dürften nicht die gleichen Fehler begangen werden wie im öffentlichen Dienst.

Ungerechtigkeiten abschaffen

Der Berufsverband der Sozialpädagogen pocht darauf, dass deren Laufbahnen vollständig anerkannt werden. Weitere Ungerechtigkeiten wie bei den Berufskollegen im öffentlichen Dienst werde man nicht hinnehmen. Die Beschäftigten im SAS-Bereich müssten aufgrund ihrer Ausbildung entsprechend entlohnt werden. Dabei sollte dem Dienstalter komplett Rechnung getragen werden.

OGBL und LCGB organisieren am 4. Juni eine große Protestaktion in der Hauptstadt, um ihrem Ärger über die Lage im öffentlichen Gesundheits-, Pflege- und Sozialsektor Luft zu machen. Nach dem Scheitern der Verhandlungen über einen neuen FLH-Vertrag im Krankenhauswesen wird sich der Schlichter der Sache annehmen. Im SAS-Bereich wurde der Schlichter noch nicht eingeschaltet. Doch auch hier wurden bis jetzt keine nennenswerte Fortschritte erzielt.

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