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Gewerkschaft begrüßt Pläne für Bahnpolizei
Politik 29.03.2019 Aus unserem online-Archiv

Gewerkschaft begrüßt Pläne für Bahnpolizei

Nach dem Gewaltvorfall in Oetringen soll die Polizei künftig mehr Präsenz in den Zügen und an den Bahnhöfen zeigen.

Gewerkschaft begrüßt Pläne für Bahnpolizei

Nach dem Gewaltvorfall in Oetringen soll die Polizei künftig mehr Präsenz in den Zügen und an den Bahnhöfen zeigen.
Foto: Caroline Martin
Politik 29.03.2019 Aus unserem online-Archiv

Gewerkschaft begrüßt Pläne für Bahnpolizei

Speziell geschulte Polizisten könnten bald in luxemburgischen Zügen und auf Bahnhöfen auf Patrouille gehen. Minister François Bausch lieferte den Abgeordneten Erklärungen.

(LW) - Am Donnerstag stellte der für Mobilität und Innere Sicherheit zuständige Minister François Bausch (Déi Gréng) eine Polizei für den öffentlichen Transport in Aussicht. Das bestätigte der dem Mobilitätsausschuss angehörige Abgeordnete Marco Schank (CSV) dem „Luxemburger Wort“. Nach den jüngsten Gewalttaten gegenüber CFL-Mitarbeitern in Oetringen war diese langjährige Forderung der Eisenbahnergewerkschaft Syprolux wieder laut geworden.


Zwei CFL-Mitarbeiter wurden in der Nacht auf Sonntag in Oetringen am Bahnhof von einer Gruppe Jugend-
licher angegriffen und verletzt.
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Nach dem Übergriff auf CFL-Mitarbeiter in Oetringen wird der Ruf nach mehr Sicherheit laut. Die Idee einer Bahnpolizei kommt jedoch nicht überall gut an.

"Durch diese Initiative wird die Sicherheit für Kunden und Beschäftigte sowie die Qualität im öffentlichen Transport weiterhin gesteigert. Es ist ein klares Zeichen, dass Gewalt nicht als Fatalität akzeptiert werden darf", schreibt die Syprolux-Leitung am Freitag in einem Communiqué.

Im vergangenen Jahr kam es zu 40 Übergriffen gegen CFL-Mitarbeiter. Ein besonders schwerwiegender Fall ereignete sich vor wenigen Tagen am Bahnhof Oetringen: Ein Lokführer und ein Zugbegleiter wurden spätabends von einer Gruppe Jugendlicher brutal zusammengeschlagen. Der Schaffner hatte die jungen Leute davor aufgefordert, nicht auf den Gleisen herumzulaufen. 

François Bausch verurteilte die feige Gewalttat in Oetringen. Er will verhindern, dass Fahrgästen ein negatives Bild von der Sicherheit in luxemburgischen Zügen vermittelt wird. Die Zahl der Überwachungskameras in den Zügen und an den Bahnhöfen soll weiter ausgebaut werden. Bereits jetzt stehen 80 Prozent des Netzes unter Videobeobachtung. 


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