Gewalt in Bussen und Bahnen: Syprolux will Polizei für öffentlichen Transport
(mas) - Alle Jahre wieder nutzen die Gewerkschaften den Tag der Arbeit, um ihre Sicht der Dinge zu thematisieren, potenzielle Problemfelder zu bezeichnen und mögliche Lösungsansätze zu formulieren. Das war beim Syprolux nichts anders.
Die Gewalt in den Bussen und Zügen und an den Bahnhöfen bereitet den Syprolux-Verantwortlichen Kopfzerbrechen. „Die Übergriffe gegen das Bahnpersonal stagnieren zwar seit einigen Jahren, aber auf einem zu hohen Niveau“, gibt Generalsekretärin Mylène Wagner-Bianchy zu bedenken. Hinzu gesellen sich eine steigende Gewaltbereitschaft der Fahrgäste untereinander sowie deren unangebrachtes Benehmen in Bus und Bahn.
Zum einen wird diesem Gesellschaftsphänomen mit 1 955 Kameras entgegengetreten, die ein
Auge auf sogenannte neuralgische Punkte werfen. Zum anderen plädiert man beim Syprolux für die Schaffung einer Polizeieinheit für den öffentlichen Transport, in Anlehnung an die bereits bestehende Police des routes.
Eine solche Einheit hat nach Dafürhalten von Mylène Wagner-Bianchy zwei Vorteile: Die Polizei verfügt über weitreichendere Befugnisse als das Begleit- und Sicherheitspersonal der CFL und diese Einsatzkräfte könnten im Ernstfall schneller mobilisiert werden als die Polizeiwachen, die mit anderen Aufgaben betraut sind.