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Zweite Zwischenbilanz im Zeichen der Prävention und Digitalisierung
Politik 22.07.2021
Gesondheetsdësch

Zweite Zwischenbilanz im Zeichen der Prävention und Digitalisierung

Gesundheitsministerin Paulette Lenert und Sozialminister Romain Schneider auf dem Weg zu einem nationalen Gesundheitsplan.
Gesondheetsdësch

Zweite Zwischenbilanz im Zeichen der Prävention und Digitalisierung

Gesundheitsministerin Paulette Lenert und Sozialminister Romain Schneider auf dem Weg zu einem nationalen Gesundheitsplan.
Foto: Chris Karaba
Politik 22.07.2021
Gesondheetsdësch

Zweite Zwischenbilanz im Zeichen der Prävention und Digitalisierung

Annette WELSCH
Annette WELSCH
Die Regierung will das Gesundheitssystem effizienter gestalten und die Verwaltungslast reduzieren.

Am Donnerstag zogen Gesundheitsministerin Paulette Lenert (LSAP) und Sozialminister Romain Schneider (LSAP) die zweite Zwischenbilanz der Gespräche am Gesondheetsdësch. Eine erste Bilanz war bereits im Februar vorgestellt worden und betraf drei der sechs Arbeitsgruppen.


Lokales, Erste Impfungen, Pfizer, Covid-19, Coronavirus, Foto: Chris Karaba/Luxemburger Wort
Zwischenbilanz Gesondheetsdësch: "Kommen gut voran"
Die LSAP-Minister Paulette Lenert und Romain Schneider stellen 13 Projekte vor, die bereits festgehalten wurden. Drei von sechs Arbeitsgruppen fangen im März die Arbeit an.

Die drei verbliebenen Gruppen befassten sich intensiv mit der Prävention, mit dem Nutzen von neuen Technologien im Gesundheitswesen und mit der langfristigen Finanzierung des Gesundheitssystems. Sie hielten acht zusätzliche Projekte fest, um die Reflexionen in Richtung eines ersten nationalen Gesundheitsplans zu verstärken. 

Besser vorbeugen als heilen müssen

Die Prävention ist eine wesentliche Komponente, wenn man das System grundlegend von einem „sickcare“ zu einem „healthcare“ umbauen möchte, heißt es in einer Mitteilung. Denn: „Die Komplexität der Behandlung steigt generell je weiter eine Krankheit entwickelt ist.“ 

Die Prävention und Gesundheitsförderung kann vor allem zur Vermeidung und Reduzierung von chronischen Krankheiten beitragen, wie Krebs, Diabetes, Fettleibigkeit oder kardiovaskuläre Krankheiten, die laut Weltgesundheitsbehörde die schwerste wirtschaftliche Bürde für die Gesundheitssysteme darstellen. „Wir müssen die einzelnen Präventionsprogramme überdenken, evaluieren und sie innerhalb einer globalen Präventionsstrategie koordinieren“, so Lenerts Schlussfolgerung. 

Neue Chancen durch eSanté

Neue Impulse erwartet sie sich auch vom Einsatz neuer Gesundheitstechnologien, der seit einigen Jahren schon im Wachstum begriffen sei, sodass Luxemburg hier schon eine gute Basis habe. Gesundheitsdaten und mHealth - mobile Datenträger wie Smartphones oder Tablets - nutzen sowie künstliche Intelligenz biete ungeahnte Möglichkeiten. 


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Übert die Gesundheitspolitik der letzten Jahrzehnte...

Dieser Sektor ist zudem eine wichtige wirtschaftliche Säule. Es müssten die verschiedenen Akteure des digitalen Sektors und des Gesundheitssektors näher zusammengebracht werden. Nun werde ein interministerielles Komitee gegründet, das die Digitalisierung im Gesundheitssektor mit der nationalen Strategie auf Linie bringt sowie ein permanentes Komitee, das sich mit Innovation im Gesundheitsbereich befasst. Es soll zudem eine nationale Santé-Strategie ausgearbeitet werden. 

Was die Finanzierung anbelangt, so wolle man eine hohe Qualität garantieren und müsse das System effizienter machen. Die derzeitige Finanzierungsmodalität durch die Versicherten, die Arbeitgeber und den Staat soll beibehalten werden - unter einem leichteren administrativen Aufwand auf allen Niveaus, vor allem in den Spitälern, um die Investitionen auf die Bedürfnisse der Patienten zu zentrieren. 

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