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Gehälterabkommen unterzeichnet: Beamte bekommen 1,5 Prozent mehr Geld
Politik 05.12.2016 Aus unserem online-Archiv

Gehälterabkommen unterzeichnet: Beamte bekommen 1,5 Prozent mehr Geld

Beamte bekommen künftig 1,5 % mehr im Monat sowie eine Einmalzahlung in Höhe von 1% des Jahresgehalts.

Gehälterabkommen unterzeichnet: Beamte bekommen 1,5 Prozent mehr Geld

Beamte bekommen künftig 1,5 % mehr im Monat sowie eine Einmalzahlung in Höhe von 1% des Jahresgehalts.
Foto: Shutterstock
Politik 05.12.2016 Aus unserem online-Archiv

Gehälterabkommen unterzeichnet: Beamte bekommen 1,5 Prozent mehr Geld

Tom Rüdell
Tom Rüdell
Das neue Gehälterabkommen im öffentlichen Dienst wurde am Montag unterzeichnet. Staatsbeamte dürfen sich freuen. Der Minister spricht von einer "angebrachten und der Situation angemessenen" Vereinbarung.

(vb) – Nach monatelangen, intensiven Verhandlungen haben am Montag Innenminister Dan Kersch und die Staatsbeamtengewerkschaft CGFP ein neues Gehälterabkommen im öffentlichen Dienst unterzeichnet. Demnach dürfen sich die Staatsbeamten in den kommenden Jahren auf substanzielle Verbesserungen freuen.

Rückblick: Im Regierungsprogramm von Blau-Rot-Grün wurde eine Punktwerterhöhung bei den Staatsbeamtengehältern noch ausgeschlossen. Laut Kersch hat sich die Situation seither aber geändert. Durch die günstige ökonomische Entwicklung und die Maßnahmen der Regierung sei jetzt der nötige Spielraum vorhanden, um diese Erhöhung vornehmen zu können. So bezeichnete Kersch die getroffene Vereinbarung als „angebracht und der Situation angemessen“.

Demnach steigen die Gehälter durch die Anpassung des Punktwerts um 1,5 Prozent. Diese Regelung tritt ab dem 1. Januar 2018 in Kraft.

Zusätzlich sollen die Beamten am 1. April 2017 eine Einmalzahlung in Höhe von 1 Prozent des Jahresgehalts bekommen.

Auch bei den Überstunden wurde eine günstigere Lösung gefunden.

Schließlich steigt die Essenspauschale ab dem 1. Januar 2017 ("Allocation de repas") um 34 von aktuell 110 Euro auf 144 Euro.

Die Gesamtlaufzeit des am Montag unterzeichneten Vertrags beträgt drei Jahre, dann kann neu verhandelt werden.

Die Delegierten der CGFP haben dem Abkommen mit 94 Prozent zugestimmt.

Kostenpunkt

Das Abkommen kostet den Staat 2017 rund 40 Millionen Euro, ab 2018 werden die Maßnahmen summa summarum mit 65 Millionen im Jahr zu Buche schlagen.


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