Wählen Sie Ihre Nachrichten​

"Gambia-typische Augenwischerei"
Politik 06.06.2016 Aus unserem online-Archiv
ADR kritisiert die Regierung

"Gambia-typische Augenwischerei"

Die ADR hat derzeit keinen Grund zum Lachen: Alex Penning wird die Partei nun doch nicht im Staatsrat vertreten.
ADR kritisiert die Regierung

"Gambia-typische Augenwischerei"

Die ADR hat derzeit keinen Grund zum Lachen: Alex Penning wird die Partei nun doch nicht im Staatsrat vertreten.
Foto: Armand Wagner
Politik 06.06.2016 Aus unserem online-Archiv
ADR kritisiert die Regierung

"Gambia-typische Augenwischerei"

Maxime LEMMER
Maxime LEMMER
Die ADR ärgert sich darüber, dass die Regierung die Kandidatur von Alex Penning für den vakanten Posten im Staatsrat nicht berücksichtigt und wirft ihr einen schlechten politischen Stil vor.

(ml) - Die ADR zeigt sich verärgert darüber, dass die Regierung der CSV den Vorzug für den vakanten Posten im Staatsrat gibt. Es wird die Frage aufgeworfen, wie ernst es der Regierung gemeint war, als sie die Reformpartei darum bat, einen Kandidaten für die Hohe Körperschaft zu ernennen: "War es eine Gambia-typische Augenwischerei oder konnten im Endeffekt die Grünen ihren feministischen Extremismus gegen die DP und die LSAP durchsetzen?", heißt es in einer Pressemitteilung.

"Ideologische Spielchen"

Am vergangenen Freitag hatte die Regierung dem "Luxemburger Wort" bestätigt, dass ADR-Generalsekretär Alex Penning zwar dem ausgeschriebenen Profil entspreche. Dennoch habe man eine Präferenz für einen weiblichen Bewerber, argumentiert die Regierung. 

Eigenen Aussagen zufolge will die ADR während der kommenden Tage die weitere Entwicklung in diesem Dossier genau verfolgen. Keineswegs werde man eine Diskriminierung Pennings aufgrund seines Geschlechts hinnehmen, so die Partei, die entsetzt ist, wie "leichtfertig eine ernsthafte Kandidatur wegen ideologischen Spielchen" nicht berücksichtigt werde.

Die Reformpartei weist zudem darauf hin, dass die CSV erst kürzlich eine Frau aus dem Staatsrat durch einen Mann ersetzt habe. Seit Blau-Rot-Grün an der Macht ist, seien zehn neue Mitglieder der Hohen Körperschaft ernannt worden, mit dem Ergebnis,  dass jetzt eine Frau weniger diesem Gremium angehöre als zuvor. Abschließend unterstreicht die ADR, dass sie hierzulande die einzige Partei sei, die sich gegen eine Quotenregelung wehre. 



Folgen Sie uns auf Facebook, Twitter und Instagram und abonnieren Sie unseren Newsletter.


Lesen Sie mehr zu diesem Thema

Vakanter Posten im Staatsrat
Der CSV-Nationalvorstand hat am Montag entschieden, dass er keine Kandidatin für den Staatsrat vorschlagen wird. Damit liegt der Ball wieder bei der Regierung.
Wer den vakanten Posten im Staatsrat besetzen wird, bleibt weiterhin offen.
Freier Posten im Staatsrat
Das Verwirrspiel um die Besetzung des freien Postens im Staatsrat geht in die nächste Runde. In einem Brief fordert die CSV Premierminister Bettel auf, die Angelegenheit mit den Vertretern aller Parteien zu klären.
CSV-Präsident Marc Spautz fordert eine einvernehmliche Lösung bei der Besetzung des Postens für den Staatsrat.
Die ADR wird jetzt bei der Nominierung für den Staatsrat doch nicht zum Zuge kommen. Wie Premier Xavier Bettel dem "Luxemburger Wort" bestätigte, wird die CSV eine Kandidatin für die Hohe Körperschaft nominieren können.
ADR-Generalsekretär Alex Penning wird vorerst nicht Mitglied des Staatsrats.
Gast Gibéryen im Interview
2018 werde eine Richtungswahl mit einer klaren Alternative zu "Gambia", sagt Gast Gibéryen. Im Interview spricht der ADR-Politiker zudem über die Flüchtlingskrise und seine Definition von Extremismus und verrät, warum "Populist" für ihn kein Schimpfwort ist.
3.5. IPO / ITV Gast Gibéryen , ADR Foto:Guy Jallay
Die Alternativ Demokratesch Reformpartei hat ihren Kandidaten für einen freien Posten im Staatsrat bestimmt. Der Generalsekretär Alex Penning soll für die ADR in die hohe Körperschaft eintreten.
Der 41-jährige Penning ist von Beruf Anwalt.