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Für Gratis-Transport auch in Adapto-Bussen
Politik 19.06.2019

Für Gratis-Transport auch in Adapto-Bussen

Der Adapto kann, so François Bausch, nicht mit dem klassischen öffentlichen Transport gleichgestellt werden.

Für Gratis-Transport auch in Adapto-Bussen

Der Adapto kann, so François Bausch, nicht mit dem klassischen öffentlichen Transport gleichgestellt werden.
Foto:Gerry Huberty
Politik 19.06.2019

Für Gratis-Transport auch in Adapto-Bussen

Annette WELSCH
Annette WELSCH
Mit dieser Forderung in Form einer Motion wandte sich der CSV-Abgeordnete Marco Schank am Mittwoch an die Abgeordneten. Transportminister Bausch übt sich in Zurückhaltung.

Was passiert denn gerade Wesentliches und was ist noch geplant, um den Transport für Behinderte zu verbessern? Eingebettet in diese erweiterte Frage an Transportminister François Bausch (Déi Gréng), ging es Schank vor allem um die Frage, wie denn künftig auch Personen mit Einschränkung im gleichen Maß vom Gratis-Transport profitieren können sollen, der 2020 eingeführt wird. Denn derzeit gibt es zwar spezielle Angebote, wie die Adapto-Busse, sie sind aber nicht gratis, außer man nutzt sie für den Arbeitsweg, und sie sollen es auch nicht werden.

Nicht Äpfel mit Birnen vergleichen

Für Bausch ist klar: "Die Regierung hat den ehrgeizigen Plan, den gesamten öffentlichen Transport behindertengerecht zu gestalten und langfristig auf alle anderen Mittel verzichten zu können. Das dauert aber noch." Ob Angebote wie Adapto ganz abgeschafft werden können, müsse man noch sehen. Was nun die Kostenbefreiung anbelangt, so dürfe man nicht vergessen, dass Adapto auch von Personen genutzt werden, die eigentlich den öffentlichen Transport nutzen könnten, die eigentlich auch noch den Führerschein haben und mit dem eigenen Auto fahren könnten und dass es ein Tür-zu-Tür-Service ist. "Der Vergleich mit dem öffentlichen Transport hinkt", sagt Bausch. 

Dazu kommt, dass es auch Personen gibt, die Adapto nur temporär nutzen, die beispielsweise aufgrund einer Operation und einer ärztlichen Verschreibung damit zur Reha fahren. Es gibt also Problem- und auch Grenzfälle. Bausch setzt sich deswegen demnächst mit Familienministerin Corinne Cahen (DP) und Sozialminister Romain Schneider (LSAP) zusammen, um nach Lösungen zu suchen. 

Finanzielle Unterstützung wird analysiert

Eine Möglichkeit bestünde darin, Betroffenen eine finanzielle Lösung anzubieten: Diese können dann selber entscheiden, welche Transportmittel sie nutzen wollen. "Das ist aber noch nicht spruchreif und wird erst noch analysiert", so Bausch. 

49 Millionen Euro kosten Adapto und Co pro Jahr - im Vergleich mit dem Ausland stehe man damit sehr gut da, meint Bausch. 400 Millionen Euro investiere allein die CFL in Material, um dem Kriterium der Zugänglichkeit für alle Personen gerecht zu werden.  

  


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