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Für eine sozialgerechte Gesellschaft
Politik 2 Min. 01.05.2015 Aus unserem online-Archiv
1.-Mai-Feier des LCGB in Bettemburg

Für eine sozialgerechte Gesellschaft

Etwa 300 Sympathisanten des LCGB trotzten dem Regen und kamen nach Bettemburg zur 1.-Mai-Feier ihrer Gewerkschaft.
1.-Mai-Feier des LCGB in Bettemburg

Für eine sozialgerechte Gesellschaft

Etwa 300 Sympathisanten des LCGB trotzten dem Regen und kamen nach Bettemburg zur 1.-Mai-Feier ihrer Gewerkschaft.
Pierre Matgé
Politik 2 Min. 01.05.2015 Aus unserem online-Archiv
1.-Mai-Feier des LCGB in Bettemburg

Für eine sozialgerechte Gesellschaft

Bei der Feier zum 1. Mai übte LCGB-Präsident Patrick Dury Kritik an der Regierung und an den Arbeitgebern. Die Interessen der Beschäftigten im Privatsektor drohten zu kurz zu kommen, so seine Botschaft.

(DS) – Trotz der widrigen Witterungsbedingungen waren zwischen 250 und 300 LCGB-Sympathisanten nach Bettemburg gekommen, um der Rede ihres Präsidenten Patrick Dury zu lauschen. Im Hof des Schlosses ging Dury die Regierung und die Arbeitgeber hart an. Angesichts der Regierungspolitik und angesichts der sturen Haltung des Patronats seien die Interessen der Beschäftigten im Privatsektor in Gefahr, so der Vorsitzende des christlichen Gewerkschaftsbundes.

Auch 125 Jahre nach der Einführung des Tags der Arbeit sind in den Augen des LCGB-Präsidenten die gewerkschaftlichen Forderungen deshalb mehr als berechtigt, um eine "sozial gerechtere Gesellschaft" herbeizuführen. Der Regierung warf Dury vor, sie würde gegen Windmühlen kämpfen, statt die reellen Probleme konkret anzugehen. Ein Dorn im Auge waren ihm  auch die Audits, die die Regierung in letzter Zeit in Auftrag gegeben hatte. Man gewinne zunehmend den Eindruck, dass sich die Regierung „hinter den Beratern verstecke“.

Abkommen muss endlich umgesetzt werden

Gleich mehrmals kam Patrick Dury in seiner Rede auf das Abkommen vom vergangenen 28. November zu sprechen. Dieses Abkommen müsse unverzüglich umgesetzt werden und dürfe nicht durch die neuerlichen Forderungen der UEL verwässert werden. „Es ist nicht hinnehmbar, dass die Lohnfortzahlung im Krankheitsfall und die 52-Wochen-Regelung noch immer nicht umgesetzt wurden, weil die Arbeitgeber die Lösung boykottieren“, so der LCGB-Chef. Während die Regierung die gewerkschaftlichen Forderungen im Privatsektor ignoriere, würde sie die Anliegen der Umweltverbände, der Interessenverbände im Finanzsektor und des öffentlichen Dienstes ernst nehmen, so die Kritik. In dem Zusammenhang sprach sich Dury klar gegen eine weitere Flexibilisierung der Arbeitszeiten aus, die Regierung dürfe in dem Punkt dem Druck des Patronats keinesfalls nachgeben. 

Heftige Kritik an den Arbeitgebern

Die Kritik an den Arbeitgebern fiel denn auch geharnischt aus. Die Unternehmen würden ihre Mitarbeiter zunehmend als reinen Kostenfaktor in ihren Bilanzen betrachten. Für das Patronat sei die Wirtschaft längst zum Selbstzweck geworden. Dieser „Tanz um das goldene Kalb“ sei aber unmoralisch: „Die Forderungen des Patronats sind einfach unakzeptabel“, so Patrick Dury mit einem neuerlichen Verweis auf die Lohnfortzahlung im Krankheitsfall und auf die 52-Stundenregelung.

Für den LCGB muss die Bekämpfung der Arbeitslosigkeit unbedingt Priorität genießen. Die Wirtschaft müsse breiter aufgestellt werden, damit auch solche Arbeitsplätze geschaffen werden könnten, die dem Profil der zahllosen Arbeitslosen entsprechen würden. Die Gewerkschaften würden auf die Jobs warten, deren Schaffung die Regierung angekündigt habe. Vor allem in den privatrechtlichen Unternehmen, in denen sie eine Beteiligung halte, müsse die Regierung beweisen, dass es ihr ernst gemeint ist, mit der Absicherung der Arbeitsplätze, so Dury und verwies auf die aktuellen Querelen bei der Cargolux.


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