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Fünf Urlaubstage für Väter
Politik 26.06.2017 Aus unserem online-Archiv
Änderungen beim Sonderurlaub

Fünf Urlaubstage für Väter

Bei der Geburt ihres Kindes erhalten Väter künftig fünf statt nur zwei Urlaubstage.
Änderungen beim Sonderurlaub

Fünf Urlaubstage für Väter

Bei der Geburt ihres Kindes erhalten Väter künftig fünf statt nur zwei Urlaubstage.
Foto: Shutterstock
Politik 26.06.2017 Aus unserem online-Archiv
Änderungen beim Sonderurlaub

Fünf Urlaubstage für Väter

Michèle GANTENBEIN
Michèle GANTENBEIN
Familie und Beruf besser unter einen Hut zu bringen, das ist das Ziel eines Gesetzentwurfs, mit dem sich am Montag der parlamentarischen Beschäftigungsausschusses befassten.

(mig) - In Anwesenheit von Arbeitsminister Nicolas Schmit befasste sich der parlamentarische Arbeitsausschuss am Montag mit den geplanten Änderungen bei den Sonderurlaubstagen aus familiären Gründen.

So werden Väter künftig nach der Geburt ihres Kindes fünf statt zwei Urlaubstage haben. Eine europäische Direktive sieht sogar die Einführung eines "Congé de paternité" mit zehn Urlaubstagen vor. Luxemburg prüfe derzeit die Umsetzbarkeit und die Finanzierbarkeit eines solchen "Congé de paternité", wird Nicolas Schmit auf der Internetseite der Chamber zitiert.

Der Mutterschaftsurlaub (congé postnatal) wird generell von acht auf zwölf Wochen ausgeweitet. 

Mehr Zeit für kranke Kinder

Anpassungen wird es auch beim Congé pour raisons familiales geben. Heute stehen Eltern jeweils zwei freie Tage zu, um sich um ihre kranken Kinder (null bis 15 Jahre) zu kümmern. Künftig werden die Urlaubstage nach dem Alter des Kindes gestaffelt. Für Kinder bis vier Jahre stehen beiden Elternteilen jeweils pro Jahr zwölf Tage zu, für Kinder zwischen vier und 13 Jahren gibt es pro Jahr und Elternteil 18 Tage und für 13- bis 18-Jährige, die im Krankenhaus stationär behandelt werden, gibt es fünf Urlaubstage.

In diesem Zusammenhang kam auch eine Debatte über alleinerziehende Eltern zustande, wobei sich der Minister und die Parlamentarier einig waren, alleinerziehenden Eltern aus Gründen der Gleichbehandlung zusätzliche freie Tage zuzugestehen. Angesichts komplexer und häufig auch konfliktgeladener Familiensituationen plädierte der Minister für eine pragmatische Lösung zugunsten alleinerziehender Eltern.

Klärungsbedarf besteht auch noch bei der unterschiedlichen Handhabung im Privat- und im öffentlichen Sektor. So sieht der Gesetzentwurf bei der Geburt eines Kindes mindestens fünf Urlaubstage für Väter vor, die im Privatsektor arbeiten. Das Statut im öffentlichen Dienst gewährt vier Tage. Im Falle einer Eheschließung sind es sechs Tage für Arbeitnehmer im öffentlichen Sektor, während im Privatsektor nur drei Tage gewährt werden. Schmit versprach, diese Punkte noch zu klären.

Weitere Änderungen

Laut dem Gesetzesentwurf werden die Urlaubstage im Falle eine Eheschließung von sechs auf drei gekürzt. Im Falle einer eingetragenen Partnerschaft (PACS) gibt es künftig nur noch einen Urlaubstag (heute sechs). Für Sterbefälle innerhalb der Familie (Verwandtschaft zweiten Grades) bleibt es bei einem Urlaubstag. Bei Umzügen werden weiterhin zwei Tage gewährt, allerdings nur einmal innerhalb von drei Jahren.



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