Wählen Sie Ihre Nachrichten​

Frist wird nicht verlängert
Politik 15.04.2015 Aus unserem online-Archiv
TVA Logement

Frist wird nicht verlängert

Zahlreiche Bauherren, die noch vor Ende 2014 einen Antrag auf den superreduzierten TVA-Satz gemacht haben, werden wohl nur zum Teil in den Genuss der drei Prozent kommen, weil ihr Projekt bis Ende 2016 nicht fertiggestellt sein wird.
TVA Logement

Frist wird nicht verlängert

Zahlreiche Bauherren, die noch vor Ende 2014 einen Antrag auf den superreduzierten TVA-Satz gemacht haben, werden wohl nur zum Teil in den Genuss der drei Prozent kommen, weil ihr Projekt bis Ende 2016 nicht fertiggestellt sein wird.
Anouk Antony
Politik 15.04.2015 Aus unserem online-Archiv
TVA Logement

Frist wird nicht verlängert

15.000 Mal haben Bauherren Ende letzten Jahres Anträge auf den superreduzierten TVA-Satz beim Bau von Zweitwohnungen gestellt. Sind die Projekte bis Ende 2016 nicht abgeschlossen, müssen die Bauherren mit dem neuen Steuersatz und mit höheren Kosten rechnen.

(mig) - Die Frist für den superreduzierten TVA-Satz wird Ende 2016 auslaufen. Daran wird sich nichts ändern, schreibt Finanzminister Pierre Gramegna in seiner Antwort auf eine parlamentarische Frage der beiden CSV-Abgeordneten Diane Adehm und Gilles Roth. Sie wollten von ihm wissen, ob er erwäge, die zweijährige Übergangsfrist, während der der superreduzierte TVA-Satz beim Bau von Zweitwohnungen noch gilt, zu verlängern.

Als Grund nannten sie Verzögerungen bei der Erstellung des cadastre vertical, wodurch sich alle weiteren Schritte, also auch der Baubeginn und die Fertigstellung des Projektes verzögern würden.

Bauherren, deren Projekte bis Ende 2016 nicht abgeschlossen sind, müssen mit höheren Kosten rechnen. Ab dem 1. Januar 2017 werden die Arbeiten mit 17 Prozent besteuert. 

15.000 Anträge im Dezember

Tatsächlich sind Ende 2014 deutlich mehr Anträge beim Enregistrement eingegangen als üblich. Normal sind 4.000 Anträge im Monat. Im Dezember waren es deren 15.000.

Dass es dadurch zu Verzögerungen gekommen sei, lässt man beim Enregistrement nicht gelten. Einem Beamten der Verwaltung zufolge wurden alle Anträge in den ersten Tagen nach dem Jahreswechsel bearbeitet, bevor man die Informatik auf die neuen Bestimmungen umgestellt hat.

Lediglich beim Katasteramt kam es zu Verzögerungen, weil die Behörde von den vielen Anträgen überrollt wurde. Inzwischen seien aber alle Anträge des Vorjahres abgearbeitet, heißt es auf LW-Nachfrage.

"Unreife" Projekte

Ein Beamter des Enregistrement hat eine andere Erklärung für etwaige zeitliche Verzögerungen. Das habe weniger mit den Behörden, als vielmehr mit den gelockerten Antragsbedingungen zu tun. Tatsächlich reichte dem Enregistrement der Baureservierungsvertrag mit dem Bauträger und eine Empfangsbestätigung des Katasteramtes, dass ein Genehmigungsantrag für das cadastre vertical eingegangen ist. Normalerweise verlangt die Behörde die notarielle Urkunde und den fertigen Bauvertrag.

Aufgrund der vereinfachten Bedingungen seien Bauprojekte eingereicht worden, „die im Normalfall nicht hätten eingereicht werden dürfen“, so der Beamte. Anders ausgedrückt: Die Projekte waren noch in einem sehr frühen Planungsstadium, als sie eingereicht wurden.

Trotz genehmigtem Antrag müssen demnach viele Bauherren damit rechnen, dass ihre Zweitwohnung sie teurer zu stehen kommt, als ursprünglich geplant.