"Freud und Leid"

Chamber ehrt Bettendorf und vereidigt Colabianchi

Frank Colabianchi erinnert bei seiner Vereidigung an seinen politischen Ziehvater, den kürzlich verstorbenen Niki Bettendorf.
Frank Colabianchi erinnert bei seiner Vereidigung an seinen politischen Ziehvater, den kürzlich verstorbenen Niki Bettendorf.
Foto: Guy Jallay

(ps) - "Heftige Debatten". Chamberpräsident Mars Di Bartolomeo erinnert sich an Niki Bettendorf als meinungsstarken Politiker. Als damaliger Gesundheitsminister lieferte Di Bartolomeo sich mehrmals Wortgefechte mit ihm. In seiner Rede würdigte Di Bartolomeo den DP-Politiker, der am 27. Januar im Alter von 81 Jahren verstorben ist, als großen Demokraten. "Niki war ein offener, jovialer und fleißiger Mensch", so Di Bartolomeo. Und manchmal sei auch der "Minnetsdapp" mit ihm durchgegangen. 

Niki Bettendorf war fast 40 Jahre als Politiker auf nationaler und kommunaler Ebene aktiv. Von 1982 bis 2002 war er durchgängig Bürgermeister der Gemeinde Bartringen.Von 1990 bis 2006 war er Mitglied der Chamber und zwischen 1999-2006 gar Vizepräsident.

Niki Bettendorf ist 1990 als Abgeordneter vereidigt worden.
Niki Bettendorf ist 1990 als Abgeordneter vereidigt worden.
Foto: Gaby Disewiscourt/ LW-Archiv

Colabianchi als Abgeordneter vereidigt

Es ist dabei Zufall, dass ausgerechnet an dem Tag, an dem Bettendorf in der Chamber gewürdigt wird, mit Frank Colabianchi (DP) dessen politischer Zögling als Abgeordneter vereidigt wird. Und Colabianchi richtete seine ersten Worte in der Chamber auch an seinen einstigen politischen Ziehvater. "Freud und Leid liegen manchmal eng beieinander", so  Colabianchi. Niki Bettendorf sei der Grund, weshalb er Ende der 1980er politisch aktiv wurde. Er trage einen großen Anteil daran, dass er jetzt als Abgeordneter im Haus der Demokratie stehen würden. "Danke für alles, Niki!"

Colabianchi übernimmt dabei die Nachfolge von Anne Brasseur, die am 31. Januar ihr Mandat niedergelegt hat. Brasseur ist von der Chamber als Ehrenabgeordnete ernannt worden. Colabianchi, der sich selbst als "Lokalpolitiker" bezeichnet, sieht seine Schwerpunkte in den Bereichen Sport, Erziehung sowie Transport. Allerdings sei er durch seine langjährige Arbeit als Bürgermeister von Bartringen mit einer Vielzahl von Dossiers vertraut. Er wird als Mitglied in die Landwirtschaft-, die Hochschul- sowie Budgetkontrollkommission eintreten.


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