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Freie Bahn für Alain Kinsch
Politik 03.02.2015 Aus unserem online-Archiv
Staatsrat

Freie Bahn für Alain Kinsch

In politischen Kreisen schon länger gewusst, jetzt aber so gut wie klar: Alain Kinsch wird Mitglied im Staatsrat.
Staatsrat

Freie Bahn für Alain Kinsch

In politischen Kreisen schon länger gewusst, jetzt aber so gut wie klar: Alain Kinsch wird Mitglied im Staatsrat.
Foto: Tania Bettega
Politik 03.02.2015 Aus unserem online-Archiv
Staatsrat

Freie Bahn für Alain Kinsch

Der Staatsrat hat am Dienstag die drei Kandidaten für eine freie Stelle in der Hohen Körperschaft abgesegnet. Alain Kinsch, Managing Partner von Ernst&Young und DP-Mitglied, steht ganz oben auf der Liste.

(CBu) - Der Staatsrat hat am Dienstag die drei Kandidaten für eine freie Stelle in der Hohen Körperschaft abgesegnet. Alain Kinsch steht ganz oben auf der Liste. Damit ist der Weg für den Managing Partner von Ernst&Young, der als DP-Mitglied mit am Tisch der Koalitionsverhandlungen saß und als Freund und enger Vertrauter von Premierminister Xavier Bettel gilt, frei.

Die vom Staatsrat erstellte Liste muss formal noch von Großherzog Henri bestätigt werden. Erst dann wäre Kinsch als erster auf dieser Liste offiziell für den Posten nominiert. Kinsch, der schon länger für diesen Posten gehandelt wird, würde den Platz des ehemaligen Staatsratspräsidenten Victor Gillen einnehmen, der zum Jahresende nach 15 Jahren Mitgliedschaft aus der Institution ausgeschieden war.

Kandidatur von Marc Thewes ebenso durchgewunken

Zudem hat der Staatsrat die Kandidatur der CSV für den Rechtsanwalt Marc Thewes durchgewunken. Thewes ersetzt Roger Molitor, der ebenso Anfang des Jahres sein Mandat in der Hohen Körperschaft aufgegeben hatte.

Im Laufe des Jahres stehen weitere fünf Nominierungen für den Staatsrat an. Aktuell ist noch ein Mandat vakant, das nach den informellen Spielregeln der Parteien ebenso der CSV zustehen dürfte. Parallel zu den Personalentscheidungen wird aktuell auch eine Reform des Staatsrats vorbereitet, wobei es unter anderem auch um die Frage der Transparenz der ganzen Nominierungsprozedur geht.


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