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Flüchtlingszahlen stagnieren
Seit Januar haben 560 Personen in Luxemburg einen Asylantrag gestellt.

Flüchtlingszahlen stagnieren

Foto: Pierre Matgé
Seit Januar haben 560 Personen in Luxemburg einen Asylantrag gestellt.
Politik 17.05.2018

Flüchtlingszahlen stagnieren

Michèle GANTENBEIN
Michèle GANTENBEIN
Im April haben 132 Personen in Luxemburg einen Antrag auf Asyl gestellt. Das sind genau so viele wie im März.

Im April haben 132 Personen einen Asylantrag bei der Immigrationsbehörde gestellt. Damit steigt die Zahl der Anträge seit Januar auf 560. Im Vergleich zum gleichen Zeitraum 2017 ist das eine Reduzierung von 35 Prozent. 2017 hatten in den ersten vier Monaten 868 Personen um Asyl gebeten.

Die meisten Antragsteller (70) stammen aus asiatischen Ländern, allen voran Irak (25), Syrien (15), Afghanistan und Georgien (jeweils 12). 45 Personen stammen aus Afrika, 17 aus Europa, die meisten aus den Balkanländern.

Seit Januar haben 60 Syrer in Luxemburg um Asyl gebeten. Sie machen die größte Gruppe aus, gefolgt von den Irakern (53), Georgiern (52), Marokkanern (45) und Afghanen (37). Die Kosovaren (35) sind die sechst wichtigste Gruppe.

Im vergangenen Monat wurde in 147 Fällen das Flüchtlingsstatut anerkannt. In 36 Fällen lehnte die Immigrationsbehörde das Statut ab, in 27 Fällen handelte es sich um ein Schnellverfahren. In 76 Fällen befand die Behörde, sie sei nicht kompetent.

Seit Anfang des Jahres hat die Behörde 959 Entscheidungen gefällt. In 41,3 Prozent der Fälle wurde das Flüchtlingsstatut anerkannt. 

Laut der Dublin-III-Verordnung vom Juli 2013 müssen Asylbewerber in dem EU-Land die Asylprozedur durchlaufen, in dem sie den ersten Antrag gestellt haben. Seit Januar fielen 111 Schutzsuchende unter das Dublin-Abkommen. Sie wurden in die jeweiligen Länder überführt. Im gleichen Zeitraum sind 27 Personen aufgrund des Dublin-Abkommens nach Luxemburg überführt worden.

114 Personen sind in ihre Herkunftsländer zurückgekehrt, der überwiegende Teil (97) auf freiwilliger Basis.


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