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Flüchtlingspolitik: Luxemburg nimmt rund 30 weitere Personen aus Syrien auf
Mehr als 10 Millionen Syrier haben seit Beginn des Bürgerkriegs ihr Land verlassen oder sind Binnenvertriebene.

Flüchtlingspolitik: Luxemburg nimmt rund 30 weitere Personen aus Syrien auf

REUTERS
Mehr als 10 Millionen Syrier haben seit Beginn des Bürgerkriegs ihr Land verlassen oder sind Binnenvertriebene.
Politik 09.10.2014

Flüchtlingspolitik: Luxemburg nimmt rund 30 weitere Personen aus Syrien auf

28 Flüchtlinge aus Syrien hatten im April Schutz in Luxemburg gefunden. Bald könnte Luxemburg rund 30 weitere Personen aufnehmen, sagte Außenminister Jean Asselborn am Donnerstag nach dem EU-Ratstreffen über die Flüchtlingspolitik.

(BB) - Auf dem Ratstreffen der EU-Ressortminister zur Flüchtlingspolitik hatte es keine Einigung für eine gerechtere Verteilung der Flüchtlingsströme zwischen den Mitgliedsstaaten gegeben. Luxemburg wird jedenfalls seinerseits neue syrische Flüchtlinge aufnehmen, nachdem im April bereits 28 Personen hier eine neue Heimat gefunden haben.

Vorgesehen war, dass Luxemburg in einer ersten Phase bis zu 60 Personen aufnimmt. Nicht alle Flüchtlinge, mit denen die Behörden im Gespräch waren, hatten allerdings das Angebot angenommen.

„Über das UN-Flüchtlingswerk wollen wir nun 30 oder 32 weiteren Personen ermöglichen, nach Luxemburg zu kommen“, so Jean Asselborn. Dabei könnte es sich um Personen handeln, die zurzeit in der Türkei in einem Lager untergekommen sind. Weiter sollen jährlich 20 Personen aus Syrien hier im Land Schutz finden können. Das könnte zunächst im Rahmen der Familienzusammenführung erfolgen.

Eine gesonderte Aktion, um Minderheiten aus dem Irak Schutz zu gewähren, so wie es Caritas vorgeschlagen hatte, ist allerdings nicht möglich „Das können wir nicht tun. Man kann nicht die einen oder anderen Flüchtlinge aufgrund ihrer Religion bevorzugen“, so der Außenminister.


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