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Flüchtlinge aus Griechenland in Luxemburg gelandet
Politik 29.09.2020

Flüchtlinge aus Griechenland in Luxemburg gelandet

Jean Asselborn begrüßte die afghanische Familie am Flughafen Luxemburg.

Flüchtlinge aus Griechenland in Luxemburg gelandet

Jean Asselborn begrüßte die afghanische Familie am Flughafen Luxemburg.
Foto: Außenministerium
Politik 29.09.2020

Flüchtlinge aus Griechenland in Luxemburg gelandet

Nach dem zerstörerischen Feuer im Flüchtlingslager Moria auf der griechischen Insel Lesbos verschafft Luxemburg einigen Migranten eine neue Bleibe.

(jt/dpa) - Auf dem Flughafen Luxemburg ist am Dienstag eine junge Familie aus Afghanistan gelandet, die zuletzt im Lager Moria auf der griechischen Insel Lesbos gelebt hat. Vater, Mutter und die drei Kinder im Alter von zehn, acht und sieben Jahren wurden von Außenminister Jean Asselborn (LSAP) persönlich in Empfang genommen.

Nach dem Großbrand Anfang September im Lager Moria hatte sich Luxemburg bereit erklärt, in einem ersten Schritt etwa 15 frühere Bewohner des Camps aufzunehmen. In Kürze werden eine weitere Flüchtlingsfamilie sowie einige Minderjährige aus Griechenland in das Großherzogtum kommen, so das Außenministerium in einer Pressemitteilung. Seit Anfang des Jahres habe das Großherzogtum somit 125 Migranten aus Griechenland zu einer neuen Bleibe verholfen.

Mir ginn doduerch net méi aarm, mais vill méi räich.

Jean Asselborn über ankommende Flüchtlinge in Luxemburg

„Wir geben dieser Familie im Prinzip nichts Außergewöhnliches“, schrieb Asselborn am Dienstag auf Facebook. „Nur die Garantie, dass diese Mutter, dieser Vater und die drei Kinder in Würde und Sicherheit bei uns aufleben können, genau wie Tausende Menschen, die seit 2015 bei uns internationalen Schutz erhalten haben. Mir ginn doduerch net méi aarm, mais vill méi räich."


Migrants walk with their belongings along a road near a temporary camp on September 17, 2020 in Lesbos as Police began an operation to rehouse thousands of homeless migrants at a new site after their camp was destroyed by fire last week. (Photo by Manolis LAGOUTARIS / AFP)
Flüchtlingspolitik: Europäischer Sündenfall
Es ist beschämend, wie die EU-Staaten darüber streiten, ob und wie viele Flüchtlinge die einzelnen Länder aufnehmen sollen oder müssen.

Am Montag hatten mehr als 700 Migranten die Insel Lesbos verlassen. Dabei handelt es sich um anerkannte Flüchtlinge, die Asyl in Griechenland bekommen haben. Geplant ist, dass bald weitere 2.300 Menschen mit Schutzrecht zum griechischen Festland gebracht werden. Dies soll zur Entlastung des vorläufigen Zeltlagers von Kara Tepe beitragen, indem rund 10.000 Menschen nach der Zerstörung von Moria untergebracht worden sind.

Innerhalb der EU bleibt die Asylpolitik und die Flüchtlingsverteilung indes weiterhin ein Zankapfel. Auch die neuen Vorschläge der EU-Kommission zur Reform der Asyl- und Migrationspolitik entzweien die Mitgliedsstaaten.

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