Wählen Sie Ihre Nachrichten​

Fir de Choix fordert Wahlfreiheit
Politik 26.11.2014 Aus unserem online-Archiv
Einführung des Werteunterrichts

Fir de Choix fordert Wahlfreiheit

Marcia Dechmann von der Initiative "Fir de Choix" fordert den Erhalt der Wahlfreiheit.
Einführung des Werteunterrichts

Fir de Choix fordert Wahlfreiheit

Marcia Dechmann von der Initiative "Fir de Choix" fordert den Erhalt der Wahlfreiheit.
Foto: Guy Wolff
Politik 26.11.2014 Aus unserem online-Archiv
Einführung des Werteunterrichts

Fir de Choix fordert Wahlfreiheit

Die Initiative "Fir de Choix" sammelte mit ihrer Petition zum Erhalt der Wahlfreiheit zwischen Religions- und Moralunterricht seit Dezember über 25.000 Unterschriften. Am Mittwoch findet eine Anhörung im Parlament statt, allerdings unter Ausschluss der Öffentlichkeit.

(mig) - Die Initiative "Fir de Choix" sammelte mit ihrer Petition zum Erhalt der Wahlfreiheit zwischen Religions- und Moralunterricht seit Dezember über 25.000 Unterschriften. Am Mittwoch findet eine Anhörung der Bürgerbewegung vor Parlamenatriern und Ressortminister Claude Meisch statt, allerdings unter Ausschluss der Öffentlichkeit.

Die Initiative möchte, dass alles beim Alten bleibt und die Bürger die Wahl haben zwischen einem religiösen und einem nicht-konfessionellen Unterricht. "Die Regelung wurde von niemandem in Frage gestellt. Erst die Politik machte die Sache zum Problem", sagt Marcia Dechmann von der Bürgerinitiative im Gespräch mit dem LW.

Das Argument der Regierung, der pluralistischen Gesellschaft Rechnung tragen zu wollen, dürfe nicht dazu benutzt werden, um Wahlmöglichkeiten abzuschaffen, meint die dreifache Mutter. "Wenn der Staat es mit der Diversität ernst meint, muss er auch anderen Glaubensgemeinschaften die Möglichkeit geben, einen Religionsunterricht in der öffentlichen Schule zu organisieren", meint die gelernte Krankenschwester.

Der Vorschlag der Glaubensgemeinschaften, einen kollektiven Religionenunterricht einzuführen, entspricht zwar nicht dem Wunsch der Initiative, dennoch findet Marcia Dechmann, dass das Konzept eines kollektiven Religionenunterrichts in einer öffentlichen Debatte vertieft werden sollte.

Die Chancen, dass die Regierung einlenken wird, sind äußerst gering, "doch zumindest haben wir es dem Minister nicht leicht gemacht", sagt Dechmann. "Wir werden ihn am Mittwoch darauf hinweisen, dass er sich diesen Schritt noch einmal gut überlegen soll und wir werden auch weiterhin politischen Druck ausüben", so die Vertreterin von "Fir de Choix".


Lesen Sie mehr zu diesem Thema

Mit einer Postkarten-Aktion will die Initiative "Fir de Choix" Bildungsminister Meisch dazu bewegen, die Wahlfreiheit zwischen Religion- und Moralunterricht zu erhalten.
Bereits vor einem Jahr hatten Anhänger der Initiative auf ihr Anliegen aufmerksam gemacht.
Die Religionslehrer der Grundschule und die Initiative „Fir de Choix“ sind unzufrieden mit der Vereinbarung von Regierung und Kultusgemeinden, weil der Religionsunterricht abgeschafft und durch einen allgemeinen Werteunterricht ersetzt werden wird.
Die Initiative "Fir de Choix" und die Religionslehrer der Grundschule kritisieren die Abschaffung des Religionsunterrichts.
Werteunterricht
Die Bürgerinitiative "Fir de Choix" traf am Mittwoch die Mitglieder des Bildungs- und Petitionsausschusses sowie Bildungsminister Meisch. Im Anschluss war sie von der "sturen Haltung" des Ministers und der Regierungsparteien enttäuscht.
Kurz vor der Sitzung hatten rund zwei Dutzend Anhänger der Initiative vor dem Parlamentsgebäude mit Protestplakaten auf ihr Anliegen aufmerksam gemacht.
Memorandum für kollektiven Religionsunterricht
CSV-Präsident Marc Spautz hat kein Verständnis dafür, dass Bildungsminister Claude Meisch nicht bereit ist, mit den Glaubensgemeinschaften über die Einführung eines gemeinsamen Religionsunterrichts zu sprechen.
Acht Glaubensgemeinschaften setzen sich für einen gemeinsamen Religionsunterricht ein.
Gemeinsamer Religionenunterricht
Die in Luxemburg vertretenen Glaubensgemeinschaften fordern einen gemeinsamen Religionenunterricht in den Schulen, doch Bildungsminister Claude Meisch lehnt ab.
Die Vertreter der Glaubensgemeinschaften setzen sich für einen gemeinsamen Religionenunterricht in den Schulen ein.
Als Religionslehrer stehe ich, wie meine Kolleginnen und Kollegen auch, zu unserem Fach. Wir wollen auch noch in Zukunft Religion unterrichten. Das Vorhaben der Regierung, den aktuellen Religionsunterricht sowie den Moral- und Sozialunterricht abzuschaffen und durch ein neues Fach zu ersetzen, bleibt für mich weiter unverständlich.