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Finanzspritze fürs Medizinstudium
Politik 25.01.2016 Aus unserem online-Archiv
An der Uni Luxemburg

Finanzspritze fürs Medizinstudium

Die Uni Luxemburg bietet seit 2004 eine dreijährige Ausbildung zum Allgemeinarzt an. Zugelassen werden junge Leute, die bereits die ersten sechs Jahre des Medizinstudiums erfolgreich abgeschlossen haben.
An der Uni Luxemburg

Finanzspritze fürs Medizinstudium

Die Uni Luxemburg bietet seit 2004 eine dreijährige Ausbildung zum Allgemeinarzt an. Zugelassen werden junge Leute, die bereits die ersten sechs Jahre des Medizinstudiums erfolgreich abgeschlossen haben.
Foto: Shutterstock
Politik 25.01.2016 Aus unserem online-Archiv
An der Uni Luxemburg

Finanzspritze fürs Medizinstudium

Bérengère BEFFORT
Bérengère BEFFORT
Die Regierung wird die Ausbildung zum Allgemeinmediziner an der Uni Luxemburg mit zusätzlichen Mitteln unterstützen. Die Gelder fließen in die Lehre sowie den Aufbau der Forschungsarbeit.

(BB) - Das Projekt einer Medical School in Luxemburg steht noch in den Sternen. Im Hochschulministerium will der delegierte Minister, Marc Hansen, noch ein paar Runden mit allen Partnern drehen, bevor eine Entscheidung über die Grundausbildung im Medizinstudium fällt.

Für die ersten sechs Jahren des Medizinstudiums liegt also noch keine Antwort vor. In Sachen Spezialisierung (nach der Grundausbildung) setzt die Regierung hingegen ein deutliches Zeichen: Die seit 2004 an der Uni Luxemburg bestehende Ausbildung zum Allgemeinmediziner erhält zusätzliche Finanzmittel.

"Wir investieren in die Ausbildung der Hausärzte und bestärken die professionelle Ausrichtung", so Marc Hansen. Für 2016 steuert der Staat 480.000 Euro bei, was im Vergleich zur jetzigen Unterstützung 300.000 Euro mehr ausmacht. Für 2017 sollen 580.000 Euro in die Dotation der Uni einfließen.

Die zusätzlichen Gelder unterstützen die akademische Lehre und sollen dem Aufbau der Forschungsarbeit zugute kommen. Konkret geht es um jene drei Jahre des dritten Zyklus, in denen junge Leute sich als Allgemeinmediziner ausbilden lassen können. So sollen Ärzte, die sich um den Mediziner-Nachwuchs kümmern, eine bessere finanzielle Vergütung erhalten. Ihre Arbeit, um die Fähigkeiten und Fertigkeiten des Berufs in theoretischen Kursen und praktischen Stage-Zeiten zu vermitteln, wird verstärkt honoriert.

Beitrag zur medizinischen Versorgung

"Mit der neuen finanziellen Ausstattung wird die Ausbildung zum Allgemeinarzt auch intensiver an der Uni Luxemburg verankert. Die Ausbildung trägt zur medizinischen Versorgung im Land bei", betonte seinerseits der Rektor der Uni Luxemburg, Rainer Klump.

Im Schnitt erhalten jährlich 20 junge Leute ihren Abschuss als Allgemeinmediziner an der Uni Luxemburg. Genaue Zahlen über den Bedarf an Generalisten für die kommenden Jahren konnte das Ministerium allerdings nicht mitteilen.


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