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Teuerungszulage wird wegen gestiegener Energiekosten erhöht
Politik 2 Min. 26.11.2021
Ab Januar

Teuerungszulage wird wegen gestiegener Energiekosten erhöht

Die Preise der fossilen Energieträger sind seit Monaten im Höhenflug.
Ab Januar

Teuerungszulage wird wegen gestiegener Energiekosten erhöht

Die Preise der fossilen Energieträger sind seit Monaten im Höhenflug.
Foto: DPA
Politik 2 Min. 26.11.2021
Ab Januar

Teuerungszulage wird wegen gestiegener Energiekosten erhöht

Teddy JAANS
Teddy JAANS
Der Staat greift sozial schwachen Haushalten wegen der Verteuerung der Erdölprodukte mit zusätzlichen 200 Euro unter die Arme.

Steigende Energiepreise sind zu einer finanziellen Belastung geworden. Kann mancher das Auto noch stehen lassen, um etwas Geld zu sparen, so sieht es beim Heizen anders aus. Hier müssen die hohen Preise hingenommen werden - wer will zuhause schon kalt sitzen.

Doch gerade beim Heizöl sind die Kosten regelrecht explodiert. Kostete der Liter „Masutt“ infolge der Pandemie zeitweise unter 0,3 Euro, so verteuerte der Brennstoff sich in den letzten Monaten auf fast 0,8 Euro. Solche Preise mussten die Verbraucher zuletzt im Jahr 2012 berappen. Langsam aber sicher werden die Ölpreise zur realen Belastung für Haushalte mit knappem Einkommen.

Die Regierung ist sich der Schwierigkeiten dieser Menschen bewusst und will ab dem ersten Januar die Teuerungszulage für bedürftige Personen um mindestens 200 Euro erhöhen. Das bestätigt Energieminister Claude Turmes (Déi Gréng) in der Antwort auf eine entsprechende Frage des Abgeordneten Mars Di Bartolomeo (LSAP). Turmes verweist zudem auf die Indextranche, die im Oktober - nicht zuletzt auch unter dem Einfluss der steigenden Energiekosten - ausgelöst wurde.

Steuerliche Mehrbelastung


Diesel ist hierzulande die mit Abstand bedeutendste Treibstoffquelle.
Voller Tank, volle Kassen
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Luxemburg hat seit 2019 die Akzisen erhöht, um den so genannten Tanktourismus einzudämmen. Dazu gesellt sich die CO2-Steuer, die die Umweltbelastung stufenweise bepreisen soll. 

Dennoch sei in den vergangenen Monaten eine ähnliche Preisentwicklung wie in den Nachbarländern beobachtet worden und immer noch ein Vorteil zu beobachten. In der Tat kostet der Liter Heizöl in Frankreich deutlich über einen Euro je Liter - also knapp 20 Cent mehr. Bei den Kraftstoffverkäufen sieht es ähnlich aus: 2020 wurden 77,8 Prozent der in Luxemburg getankten Kraftstoffe von Nicht-Ansässigen in den Tank von Autos und Lastwagen gefüllt. Wie die progressive Anhebung der Abgaben an den Staat sich auf das Tankstellengewerbe im Großherzogtum auswirkt, bleibt abzuwarten.

Der ACL hatte vor kurzem in Luxemburg einen überdurchschnittliche Anstieg der Kraftstoffpreise im Vergleich zum Vorjahr moniert und Beihilfen für Autofahrer eingefordert.

Die Bedingungen unter welchen der Nationale Solidaritätsfonds die Teuerungszulage bewilligt sind unter guichet.lu einzusehen. Über die Online-Plattform können auch die entsprechenden Anträge eingereicht werden.


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