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Fédération des artisans zur Berufsausbildung: "Wir brauchen bessere Kandidaten"
Politik 2 Min. 06.06.2016

Fédération des artisans zur Berufsausbildung: "Wir brauchen bessere Kandidaten"

Die Fédération des artisans hat Vorschläge für die Berufsausbildung ausgearbeitet, die helfen sollen, den Fachkräftemangel in den Betrieben zu beheben.

Fédération des artisans zur Berufsausbildung: "Wir brauchen bessere Kandidaten"

Die Fédération des artisans hat Vorschläge für die Berufsausbildung ausgearbeitet, die helfen sollen, den Fachkräftemangel in den Betrieben zu beheben.
Foto: Shutterstock
Politik 2 Min. 06.06.2016

Fédération des artisans zur Berufsausbildung: "Wir brauchen bessere Kandidaten"

Michèle GANTENBEIN
Michèle GANTENBEIN
In der Ausbildung landen nicht die Schüler, die das Potenzial dazu haben. Das sagt die Fédération des artisans und legt Lösungsvorschläge auf den Tisch.

(mig) - Die Fédération des artisans hat in Zusammenarbeit mit Betriebsvertretern eigene Vorschläge ausgearbeitet, die dazu beitragen sollen, die Berufsausbildung zu verbessern.

Laut dem Präsidenten Michel Reckinger gibt es zwei fundamentale Probleme: Aufgrund des Orientierungssystems landen in der Berufsausbildung vor allem die schwachen Schüler und nicht diejenigen, die das Potenzial dazu hätten. Zum anderen ist die Ausbildung an sich nicht an die Schüler angepasst.

Bei der Orientierung ansetzen

Ein zentrales Problem betrifft die Orientierung auf 9e. Reckinger bezeichnete sie als katastrophal. "Die Schüler wissen gar nicht, was es an Ausbildungen gibt. Man sagt ihnen, was für sie übrig bleibt und das war es dann."

Die Fédération des artisans plädiert für eine sehr frühe Orientierung, idealerweise ab der Grundschule, spätestens ab 7e, mit einer Vielzahl von Betriebsbesichtigungen, nicht nur im Handwerk.

Ab 8e folgen mehrere zwei- oder dreiwöchige Praktika pro Jahr, damit die Schüler sich ein Bild über die Berufe machen können, bevor sie auf 9e ihre Entscheidung treffen, "die idealerweise auf ihren Interessen beruht", so Reckinger. Davon verspricht sich der Verband bessere Kandidaten, Schüler also, "die heute ins Technique orientiert werden, weil sie zu gut für die Berufsausbildung sind".

Zu wenig CCP-Ausbildungen

"Viele Schüler, die eine DAP-Ausbildung machen, schaffen den Abschluss nicht", sagte Michel Reckinger am Montag bei der Vorstellung der Verbesserungsvorschläge. Er selbst beschäftigt ständig acht DAP-Auszubildende, "im Schnitt aber schafft nur einer von ihnen den Abschluss". Statistisch liegt Reckinger zufolge die Erfolgsquote im DAP bei unter 50 Prozent.

Für Schüler, die zu schwach für ein DAP sind, schlägt die Fédération des artisans vor, die Zahl der CCP-Ausbildungen - deren gibt es heute 25 gegenüber über 100 DAP-Ausbildungen - zu erhöhen und sie auch auf den öffentlichen Dienst auszudehnen, damit auch diese Schüler einen Abschluss machen können. "Mit einer Anpassung der CCP-Ausbildungen können die Probleme im DAP gelöst werden", ist Reckinger überzeugt.

Für Schüler aus dem klassischen Secondaire, die sich für einen praktischen Beruf interessieren, fordert die Handwerksföderation neue Übergangsmöglichkeiten, die ihnen erlauben, ihren Traumberuf zu erlernen, ohne ihr intellektuelles Potenzial brachliegen lassen zu müssen. "Nach einer 4e muss es an das Niveau der Schüler angepasste Orientierungsmöglichkeiten ins Handwerk geben", so Reckinger.

Verlängerung der Schulzeit

Damit die Schüler sowohl über das erforderliche theoretische Wissen als auch über ausreichend Berufserfahrung verfügen, schlägt die Fédération des artisans vor, die Ausbildungszeit (heute drei oder vier Jahre) auf vier Jahre festzulegen.

Neu ist auch die Idee einer "10e plein temps" samt Ausbildungsvertrag. Auf diese Weise soll auf der 10e die theoretische Wissensgrundlage gefestigt werden, bevor die Schüler in den drei Jahren danach vor allem praktische Erfahrungen sammeln.



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