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Ex-Minister Henri Grethen frühzeitig geimpft
Politik 08.03.2021

Ex-Minister Henri Grethen frühzeitig geimpft

Am 19. Februar 2020 hat Henri Grethen auf Anraten der Direktion der Hospices Civil seine Impfung bekommen.

Ex-Minister Henri Grethen frühzeitig geimpft

Am 19. Februar 2020 hat Henri Grethen auf Anraten der Direktion der Hospices Civil seine Impfung bekommen.
Foto: Julian Pierrot/LW-Archiv
Politik 08.03.2021

Ex-Minister Henri Grethen frühzeitig geimpft

Nach den Hôpitaux Robert Schuman und dem Centre hospitalier du Nord sind nun die Hospices civils von den Vorwürfen der Impfdrängelei betroffen.

(jwi) - Der ehemalige DP-Minister und Präsident der hauptstädtischen Hospices Civils sowie der Fondation Kräizbierg, Henri Grethen, wurde prioritär gegen Covid geimpft, obwohl Verwaltungsratsmitglieder laut der nationalen Impfstrategie noch nicht in der ersten Phase der Impfkampagne geimpft werden sollen. Das meldet der Radiosender 100,7 am Montagnachmittag.


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So habe Grethen am 19. Februar auf Anraten der Direktion der Hospices Civil seine Impfung erhalten. Im Interview mit RTL bestätigte er die Vorwürfe und beteuerte, er habe sich nicht vordrängeln wollen. Er habe es gut gemeint und sei lediglich dem Ratschlag der Direktion gefolgt.

Neben seiner häufigen Anwesenheit in den Räumlichkeiten der Hospices Civil in den hauptstädtischen Vierteln Hamm und Pfaffenthal sowie bei der Fondation Kräizbierg, gab er an, er wollte das Zeichen für die Mitarbeiter setzten, sich impfen zu lassen. Auch habe kein anderes Mitglied des Verwaltungsrates das Vakzin bekommen, so Grethen.

Es ist nicht der erste Fall, wo Vorwürfe von Impfdrängelei auftreten. Bereits am 25. Februar nahmen drei Mitglieder des Verwaltungsrates der Hôpitaux Robert Schuman (HRS) Stellung. Auch sie gerieten in die Kritik, sie wären bewusst vorzeitig gegen das Corona-Virus geimpft worden. 


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Am 1. März gab der Verwaltungsrat des Centre Hospitalier du Nord (CHdN) in Ettelbrück bekannt, bei der Staatsanwaltschaft eine Anzeige gegen unbekannt abzulegen. Bei der Krankenhaus-internen Impfkampagne habe es „Folgen möglicher Unregelmäßigkeiten“ gegeben, hieß es.  

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