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European Energy Award: Camille Gira neuer Präsident
Politik 21.11.2017 Aus unserem online-Archiv

European Energy Award: Camille Gira neuer Präsident

Camille Gira (l.) übernimmt das Amt vom Schweizer Walter Steinmann.

European Energy Award: Camille Gira neuer Präsident

Camille Gira (l.) übernimmt das Amt vom Schweizer Walter Steinmann.
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Politik 21.11.2017 Aus unserem online-Archiv

European Energy Award: Camille Gira neuer Präsident

Eric HAMUS
Eric HAMUS
Der Luxemburger Staatssekretär Camille Gira ist neuer Vorsitzender des European Energy Awards. Das Label ist in Luxemburg eng mit dem Klimapakt verbunden. Europaweit wurden 1 500 Gemeinden ausgezeichnet.

(ham) - Staatssekretär Camille Gira ist neuer Präsident des "European Energy Award". Der Luxemburger Politiker  wurde am Montag im Rahmen der Vollversammlung im Naturpark Our zum neuen Vorsitzenden des Qualitätsmanagementsystems bestimmt. Gira folgt damit auf den Schweizer Walter Steinmann, der zuvor als Direktor des "Office fédéral de l'énergie suisse" (OFEN) tätig war.

Der "European Energy Award", kurz eea, ist ein europäisches Gütezertifikat und Label für die Nachhaltigkeit der Energie- und Klimaschutzpolitik in den Gemeinden. Es handelt sich dabei um eine Auszeichnung, die Gemeinden verliehen wird, die Verantwortung im Bereich der Umweltpolitik übernehmen und Maßnahmen zum Klimaschutz umgesetzt haben.

Andererseits ist die eea auch ein Verwaltungssystem, das den Gemeinden die regelmäßige Überprüfung der Qualität ihrer Energieerzeugung und ihres Energieverbrauchs ermöglicht. Auf diese Weise können sie das Potential zur Steigerung der Energieeffizienz erkennen und sich zunutze machen.

105 Klimapakt-Gemeinden

In Luxemburg ist der "European Energy Award" eng mit den Vorgaben des Klimapakts verknüpft. Dieser zielt seit seiner Einführung im Jahr 2013 darauf ab,  alle luxemburgischen Gemeinden zu einer nachhaltigen Politik in den Bereichen Energieeffizienz und Bekämpfung des Klimawandels anzuregen. Auf der Basis eines Katalogs mit 79 Maßnahmen werden die Gemeinden an eine nachhaltigere Politik herangeführt. Seit diesem Jahr sind denn auch alle 105 Luxemburger Gemeinden im Klimapakt vertreten.

Neben Luxemburg wird die Auszeichnung in noch zehn weiteren europäischen Ländern angewendet, darunter Deutschland, Frankreich, Italien, die Schweiz und Österreich. Rund 1 500 Gemeinden wurden europaweit mit der Auszeichnung versehen, 73 davon in Luxemburg.

In seiner Antrittsrede unterstrich Staatssekretär Camille Gira, dass er die Rolle des Qualitätssystems auf europäischer Ebene auszubauen gedenke. Dabei soll natürlich auch die Zusammenarbeit mit den EU-Instanzen verstärkt werden. Schwerpunkt soll aber die Weiterentwicklung des eea als unterstützendes Instrument für nachhaltige Arbeit in den Gemeinden darstellen.




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