Wählen Sie Ihre Nachrichten​

„Europa muss handeln“-Demo in Luxemburg fordert Einsatz für Moria
Politik 5 20.09.2020

„Europa muss handeln“-Demo in Luxemburg fordert Einsatz für Moria

"Europe Must Act": Unter dem Motto haben Demonstranten am Sonntag die Evakuierung von Flüchtlingen auf den griechischen Inseln gefordert.

„Europa muss handeln“-Demo in Luxemburg fordert Einsatz für Moria

"Europe Must Act": Unter dem Motto haben Demonstranten am Sonntag die Evakuierung von Flüchtlingen auf den griechischen Inseln gefordert.
Foto: Gerry Huberty
Politik 5 20.09.2020

„Europa muss handeln“-Demo in Luxemburg fordert Einsatz für Moria

Michael MERTEN
Michael MERTEN
Die Lage vieler Migranten in Moria ist angespannt. Das muss sich ändern, haben Demonstranten am Sonntagnachmittag in Luxemburg gefordert.

An mehreren Orten in Luxemburg-Stadt haben Menschen am Sonntagnachmittag unter dem Motto „Europe must act“ (Europa muss handeln) für die Evakuierung von Flüchtlingen von den griechischen Inseln demonstriert. Die Flüchtlingscamps auf Inseln wie Lesbos, Samos und Chios müssten vollständig und sofort geräumt und die Betroffenen in Europa verteilt werden, forderten die Teilnehmer. 

„Das Moria-Feuer war ebenso grausam wie vorhersehbar“, heißt es in einer Erklärung der ausrichtenden Institutionen Passerell, ASTI, RYSE asbl, Catch a Smile und Lëtz Rise Up. „Das Leiden derer, die vor dem Feuer geflohen sind, ist unerträglich und wird von Stunde zu Stunde schlimmer, wenn wir nicht eingreifen“, schreiben sie. Sie begrüßten, dass sich Luxemburg verpflichtet hat, unbegleitete Minderjährige aus Moria umzusiedeln. Doch zahlreiche Menschen dort blieben „ohne Perspektive oder Würde eingesperrt“.   

A protester holds a sign reading "We have space" during a demonstration for the evacuation of all migrant camps in Greece after the fire at the Moria refugee camp on Lesbos, on September 20, 2020 in Berlin. (Photo by STEFANIE LOOS / AFP)
A protester holds a sign reading "We have space" during a demonstration for the evacuation of all migrant camps in Greece after the fire at the Moria refugee camp on Lesbos, on September 20, 2020 in Berlin. (Photo by STEFANIE LOOS / AFP)
AFP

Auch in Berlin und weiteren Städten in Europa fanden ähnliche Demonstrationen statt. Die Menschenrechtsorganisation Pro Asyl kritisierte zu diesem Anlass Griechenland und die EU-Kommission für den Umgang mit Flüchtlingen auf den griechischen Inseln. 


Die Reportage: Moria als mahnendes Beispiel - Wie Zypern die Flüchtlingswelle meistert
Kein Land Europas hat – im Verhältnis zur Bevölkerung – so viele Asylsuchende aufgenommen wie Zypern. Ein Vor-Ort-Besuch in einem Auffanglager für Flüchtlinge.

„Kinder- und Menschenrechte werden mit Füßen getreten werden und wir erleben ein lautstarkes Schweigen der EU-Kommission“, sagte Geschäftsführer Günter Burkhardt. Tausenden Schutzsuchenden werde in Griechenland eine menschenwürdige Aufnahme und der Zugang zum Recht auf Asyl behördlich verweigert, kritisierte er.  (mit dpa)

Folgen Sie uns auf Facebook und Twitter und abonnieren Sie unseren Newsletter.


Lesen Sie mehr zu diesem Thema