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Ursula von der Leyen am Freitag in Luxemburg
Politik 16.06.2021
EU-Konjunkturprogramm

Ursula von der Leyen am Freitag in Luxemburg

Der letzte Besuch der EU-Kommissionspräsidentin war im Februar 2020.
EU-Konjunkturprogramm

Ursula von der Leyen am Freitag in Luxemburg

Der letzte Besuch der EU-Kommissionspräsidentin war im Februar 2020.
Photo: Chris Karaba
Politik 16.06.2021
EU-Konjunkturprogramm

Ursula von der Leyen am Freitag in Luxemburg

Die Präsidentin der Europäischen Kommission reist diese Woche durch die EU. Ende der Woche wird sie im Großherzogtum Halt machen.

(m.d. mit AFP)- An diesem Mittwoch beginnt für Ursula von der Leyen eine beispiellose Tour durch Europa: Die EU-Kommissionspräsidentin muss die unterschiedlichen Projekte der 27 Mitgliedsstaaten zur Umsetzung des EU-Konjunkturprogramms eins nach dem anderen validieren. Das Hilfspaket wurde vor etwas mehr als zwei Wochen verabschiedet und beläuft sich auf rund 750 Milliarden Euro - das Konjunkturprogramm soll den EU-Mitgliedsstaaten dabei helfen, die wirtschaftlichen Folgen der Pandemie zu bewältigen.

Eine „historische Errungenschaft“ nannte die Kommissionspräsidentin den Plan, der durch die erste gemeinsame Kreditaufnahme der Mitgliedsstaaten überhaupt ermöglicht wurde. Von der Leyens Inspektionsreise beginnt am Mittwoch in Lissabon und Madrid. Die Wahl, mit den beiden iberischen Ländern zu beginnen, ist symbolisch: Das Corona-Virus hat sie besonders hart getroffen, sowohl in gesundheitlicher als auch in wirtschaftlicher Hinsicht. Beide Länder sind stark vom Tourismus abhängig.


Pol, Ursula von der Leyen, Xavier Bettel,  Foto: Chris Karaba/Luxemburger Wort
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Nach Stopps in Griechenland und Dänemark am Donnerstag wird die Kommissionspräsidentin am Freitag in Luxemburg erwartet, mehr als ein Jahr nach ihrem letzten Besuch im Januar 2020. Laut einer Erklärung des EU-Exekutiven wird Ursula von der Leyen sowohl den Europäischen Konjunkturplan als auch Luxemburgs Nationalen Konjunktur- und Resilienzplan prüfen. Sie wird am Freitag von Premierminister Xavier Bettel (DP) am Schloss Betzdorf empfangen. Finanzminister Pierre Gramegna (DP) wird ebenfalls an dem Treffen teilnehmen.

Die 93 Millionen Euro, die dem Großherzogtum zugewiesen werden, sollen auf drei Bereiche aufgeteilt werden: den sozialen Zusammenhalt, den Übergang zu einer grünen Wirtschaft und die Digitalisierung und Innovation. Mit dem europäischen Darlehen könnten also unter anderem Ausbildungsprogramme für Arbeitssuchende, eine Reform des Krankenhauswesens oder auch der Bau von erschwinglichem und nachhaltigem Wohnraum unterstützt werden.


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