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Etienne Schneider will nicht EU-Kommissar werden
Politik 14.11.2018

Etienne Schneider will nicht EU-Kommissar werden

Etienne Schneider dementierte am Mittwoch die Pressemeldungen, dass er als EU-Kommissar nach Brüssel wechseln möchte.

Etienne Schneider will nicht EU-Kommissar werden

Etienne Schneider dementierte am Mittwoch die Pressemeldungen, dass er als EU-Kommissar nach Brüssel wechseln möchte.
Foto: Guy Jallay
Politik 14.11.2018

Etienne Schneider will nicht EU-Kommissar werden

Danielle SCHUMACHER
Danielle SCHUMACHER
"Ich bin Vizepremier dieser Regierung und möchte Vizepremier in der nächsten Regierung bleiben", sagte Schneider am Mittwoch auf Anfrage.

"Ich kann Ihnen nur sagen, dass ich Vizepremier dieser Regierung bin und auch gerne Vizepremier in der nächsten Regierung bleiben will." So reagierte Etienne Schneider (LSAP) am Mittwochvormittag auf eine Reporterfrage, was an den Spekulationen dran sei, er wolle gerne EU-Kommissar werden.

Die Ressortverteilungen seien in den laufenden Koalitionsverhandlungen noch längst nicht abgeschlossen, so Schneider weiter. Zu diesen Verhandlungen gehöre auch die Frage, ob er Wirtschaftsminister bleibe.

Dass Arbeitsminister Nicolas Schmit ein möglicher Kandidat für einen Kommissarsposten auf europäischer Ebene sei, sei bereits in der abgelaufenen Legislaturperiode der Fall gewesen. Die Partei habe verzichtet, ihn als Kandidaten zu benennen, "weil wir mehr davon haben, wenn ein Luxemburger Kommissionspräsident ist." 

Natürlich sei die LSAP aber weiterhin daran interessiert, den Posten zu halten.

Bettel: Keine Salamitaktik

Ansonsten gaben sich die Verhandlungsführer vor Beginn der vierten Runde der Koalitionsgespräche äußerst wortkarg. Nur der Formateur trat kurz vor die Mikrofone. Eine konkrete Aussage ließ sich Premier Xavier Bettel allerdings nicht entlocken. Die Koalitionsverhandlungen würden hinter verschlossenen Türen geführt, er werde die Presse erst dann informieren, wenn die Gespräche abgeschlossen seien. "Ich wende keine Salamitaktik an", so der Premier weiter. Er lasse sich nicht unter Druck setzen. Vielmehr wollen sich die Koalitionspartner die nötige Zeit nehmen, um alle Schwierigkeiten aus dem Weg zu räumen. 

 Die Verhandlungen in den Arbeitsgruppen kämen gut voran. Die einzelnen Berichte will Bettel unter Verschluss halten: "Wir handeln ein Koalitionsabkommen aus und keine Kapitel." Welche Arbeitsgruppen ihre Verhandlungen noch nicht abgeschlossen haben, wollte der Formateur auch nicht verraten. 

Auf einen genauen Termin wollte sich Bettel nicht festlegen lassen: "Wenn die Arbeiten abgeschlossen sind, sind wir fertig." Nur so viel: Premier Bettel will seine Regierungserklärung noch vor den Weihnachtsferien halten.


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