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Erzbischof Hollerich nach Papst-Audienz: "Wer gegen mich klagt, klagt gegen die Kirche"
Politik 1 2 Min. 02.02.2017 Aus unserem online-Archiv

Erzbischof Hollerich nach Papst-Audienz: "Wer gegen mich klagt, klagt gegen die Kirche"

Franziskus habe großes Interesse an der Kirche in Luxemburg, stehe hinter ihr und wisse sehr gut darüber und die verschiedenen Dossiers Bescheid.

Erzbischof Hollerich nach Papst-Audienz: "Wer gegen mich klagt, klagt gegen die Kirche"

Franziskus habe großes Interesse an der Kirche in Luxemburg, stehe hinter ihr und wisse sehr gut darüber und die verschiedenen Dossiers Bescheid.
Foto: Ossevatore Romano
Politik 1 2 Min. 02.02.2017 Aus unserem online-Archiv

Erzbischof Hollerich nach Papst-Audienz: "Wer gegen mich klagt, klagt gegen die Kirche"

Anne CHEVALIER
Anne CHEVALIER
Nach der Privataudienz von Erzbischof Jean-Claude Hollerich bei Papst Franziskus hat cathol.lu ein Interview mit dem Oberhaupt der Kirche in Luxemburg geführt. Dabei wählten beide klare Worte.

(AC) - In einem Interview mit cathol.lu nach seiner Audienz am 30. Januar bei Papst Franziskus unterstreicht Erzbischof Jean-Claude Hollerich, dass der Papst wenig Verständnis habe für eine Trennung zwischen den Aufgaben der Kirchenfabriken und denen des Bischofs, die nur spirituell seien. Die ganze Angelegenheit mache ihn traurig.

„Die Leute müssen wissen, dass, wenn sie gegen mich klagen, klagen sie nicht nur gegen Jean-Claude Hollerich oder das Erzbistum, sondern gegen die Kirche“, betonte der Erzbischof.

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Franziskus habe großes Interesse an der Kirche in Luxemburg, stehe hinter ihr und wisse sehr gut darüber und die verschiedenen Dossiers Bescheid. Er habe klare Zeichen der Hoffnung gesetzt.

Der Papst habe sich auch für den neuen Werteunterricht interessiert und habe gefragt, um welche Werte es sich da handele, worüber man noch nicht soviel wisse, so der Erzbischof.

Rom sehe die Glaubensenskrise in Luxemburg in einem europäischen Kontext, die anderen Länder dieses Kontinents seien auch davon betroffen, es gebe in Luxemburg viel Tradition aber sonst wenig Präsenz. Franziskus wünsche und hoffe, Europa könne sich neu aufstellen.

Erzbischof Jean-Claude Hollerich wurde am 30. Januar von Papst Franziskus empfangen.
Erzbischof Jean-Claude Hollerich wurde am 30. Januar von Papst Franziskus empfangen.
Foto: Osservatore Romano/cathol.lu

Er habe die Initiativen des Erzbischofs bezüglich der Jugendarbeit gelobt, darunter die Beschäftigung mit "Laudato si" und allen Jugendlichen, die an der diesjährigen Reise nach Thailand teilnehmen werden, Grüße ausgerichtet.

Außerdem habe Franziskus der Einsatz für die Obdachlosen und die Thematik Flüchtlinge – "das brennt ihm unter den Nägeln" - besonders interessiert. „Für ihn ist es klar, und da bin ich ganz mit ihm einverstanden, wenn die Kirche sich den Armen zuwendet, dann erneuert sich sich und ist ist auch näher bei Christus“, unterstreicht Jean-Claude Hollerich.

Ärmere, aber authentischere Kirche

In der Kirche in Luxemburg wolle er den Tag der Armen einführen. Franziskus begrüße, dass die Kirche in Luxemburg jetzt ein Stück weit ärmer werde durch die Konventionen, da sie so authentischer sein könne und aus den eigenen Kräften schöpfen müsse.

Erzbischof Hollerich hebt in dem Interview hervor, dass der Besuch beim Papst ihn bestärkt habe und wie sehr er von der Authentizität des Papstes und seiner beispielhaften Weise, das Christentum zu leben, beeindruckt sei und dass er sich selber ändern müsse, um ein bisschen mehr so zu werden.

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