Wählen Sie Ihre Nachrichten​

Großherzog rekrutiert wieder neues Personal
Politik 2 Min. 14.07.2021
Erneute Stellenausschreibung

Großherzog rekrutiert wieder neues Personal

Die Stellen des Archivars und des Kommunikationsbeauftragten in der Maison du Grand-Duc wurden bereits im Oktober 2020 ausgeschrieben.
Erneute Stellenausschreibung

Großherzog rekrutiert wieder neues Personal

Die Stellen des Archivars und des Kommunikationsbeauftragten in der Maison du Grand-Duc wurden bereits im Oktober 2020 ausgeschrieben.
Foto: Guy Jallay
Politik 2 Min. 14.07.2021
Erneute Stellenausschreibung

Großherzog rekrutiert wieder neues Personal

Die neue Institution, die dem Staatsoberhaupt untersteht, sucht weiterhin nach Verstärkung. Acht Jobs sind derzeit ausgeschrieben.

(jmh/jt) - Die Suche nach neuen Mitarbeitern für die neu geschaffene Maison du Grand-Duc gestaltet sich offenbar schwieriger als erwartet, wie wort.lu/fr am Mittwoch meldet. Diese Woche wurden erneut Jobs für Profile ausgeschrieben, die bereits im vergangenen Oktober gesucht wurden. Dazu zählen die Position des Kommunikationsbeauftragten sowie jene des Archivars. 

Die Personaloffensive ist Teil der von Hofmarschallin Yuriko Backes geplanten Neuaufstellung am Hof: Drei neue Mitarbeiter werden für die Leitung und Erhaltung des Archivs des Großherzogs gesucht. Zwei weitere Vakanzen betreffen den IT-Bereich. Auch für die tägliche Verwaltung werden drei neue Kräfte gesucht, darunter die Stelle des „chef de régie et des infrastructures“, der oder die sich um die Koordination und den Betrieb der Verwaltung des großherzoglichen Schlosses, des Schlosses Colmar-Berg und des Schlosses Fischbach kümmern sollen. Auch ein Sachbearbeiter wird rekrutiert, er oder sie soll „die gründliche Reinigung und Instandhaltung der öffentlichen und privaten Teile des Palastes/Schlosses sicherstellen“.

Viele Bewerbungen erwartet

Obwohl sich nur Kandidaten mit dem Status eines „fonctionnaire“, „fonctionnaire-stagiaire“ oder „employé de l'Etat“ melden können, wird ein hohes Bewerberaufkommen erwartet. In der ersten Einstellungsrunde hatten sich rund 900 Bewerber auf etwa 15 offene Stellen gemeldet. Die am 9. Oktober 2020 per großherzoglichem Dekret geschaffene Maison du Grand-Duc ist die politische Antwort auf den Waringo-Bericht, den ersten seiner Art, der verschiedene Missstände am Hof aufgedeckt hatte. 

Mit einem Budget von 20 Millionen Euro soll die neue Verwaltung eine klare Trennung zwischen den verfassungsmäßigen Aufgaben des Staatsoberhauptes und den persönlichen Verpflichtungen des großherzoglichen Paares ermöglichen. Dieses Ziel ist noch nicht ganz erreicht, wie der Vorfall Anfang des Jahres um das Interview des großherzoglichen Paars mit der Klatschzeitschrift Paris Match zeigte. Während sich der Großherzog in privaten Angelegenheiten frei äußern darf, ist ihm dies nicht gestattet, wenn er als Staatsoberhaupt spricht. In diesem Fall müssen seine Aussagen von der Regierung validiert werden. 

Folgen Sie uns auf Facebook, Twitter und Instagram und abonnieren Sie unseren Newsletter.


Lesen Sie mehr zu diesem Thema

Hofmarschallin Yuriko Backes bestätigt, dass das großherzogliche Paar die Aussagen im "Paris Match" weder mit ihr noch mit Premierminister Bettel abgesprochen hat. Insgesamt ist sie aber zufrieden mit den Änderungen am Hof.
Als am 31. Januar 2020 der so genannte Waringo-Bericht zu den Problemen am großherzoglichen Hof veröffentlicht wurde, war die Aufregung groß. Ein Jahr später sind die ersten Vorschläge aus dem Bericht umgesetzt.
Lokales,Suivi Summer an der Stad.Palais Granducal ,Grossherzoglicher Palast.Foto: Gerry Huberty/Luxemburger Wort