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Ernennung: Luc Frieden wird Präsident von Saint-Paul Luxembourg
Luc Frieden übernimmt den Vorsitz des Verwaltungsrates von Saint-Paul Luxembourg.

Ernennung: Luc Frieden wird Präsident von Saint-Paul Luxembourg

Foto: Guy Wolff
Luc Frieden übernimmt den Vorsitz des Verwaltungsrates von Saint-Paul Luxembourg.
Politik 27.01.2016

Ernennung: Luc Frieden wird Präsident von Saint-Paul Luxembourg

Jean-Lou SIWECK
Der Jurist und frühere Minister folgt zum 1. Februar 2016 auf Erny Gillen an der Spitze des Verwaltungsrates des Herausgebers von „Luxemburger Wort“ und „Télécran“.

Luc Frieden wurde zum neuen Präsidenten des Medienhauses Saint-Paul Luxembourg ernannt. Er tritt somit die Nachfolge von Erny Gillen an, der am Montag seinen Rücktritt aus dem Verwaltungsrat des Herausgebers des „Luxemburger Wort“ bekannt gegeben hatte. Die Ernennung des früheren Finanz-, Medien- und Justizministers und heutigen Vice-Chairmans der Deutschen Bank erfolgt zum 1. Februar 2016.

Saint-Paul Luxembourg SA ist der Verleger der 1848 gegründeten Tageszeitung „Luxemburger Wort“, dem meistverkauften Bezahlmedium in Luxemburg, des Wochenmagazins „Télécran“ sowie der portugiesischsprachigen Wochenzeitung „Contacto“. Online bietet das Medienhaus die Internetseite „wort.lu“ in drei Sprachen an sowie die Webseite „contacto.lu". Saint-Paul ist des Weiteren Mehrheitsgesellschafter von Radio Latina.

Welches Verständnis haben Sie von Ihrer neuen Rolle als Präsident von Saint-Paul Luxembourg?

Luc Frieden: Ich freue mich auf die neue Herausforderung, weil ich somit helfen kann, die Strategie eines großen Medienhauses mit zu definieren. Printmedien stehen vor großen Herausforderungen durch die Digitalisierung, eine verstärkte Konkurrenz sowie den sich schnell verändernden Werbemarkt. Ich erfülle diese neue Rolle neben meinen beruflichen Aufgaben, welchen ich weiter in London nachgehen werde. Meine bisherigen Erfahrungen im öffentlichen Leben sowie in der Finanz- und Medienwelt werde ich auch bei Saint-Paul einbringen können.

Wird es zu einer neuen redaktionellen Ausrichtung des „Luxemburger Wort“ kommen?

Ziel ist es, dass das „Luxemburger Wort“ eine große nationale Zeitung bleibt und, dass auch die anderen Presseprodukte von Saint-Paul ihre Leaderposition verteidigen. Inhaltlich trage ich voll und ganz die großen Prinzipien, die Anfang 2014 festgelegt wurden und die wollen, dass das „Wort“ eine seriöse, pro-europäische Zeitung ist, die zu einer toleranten und demokratischen Gesellschaft beiträgt und sich dabei auf humanistische und christliche Werte beruft. Aber, die Aufgabe des Präsidenten des Verwaltungsrats ist nicht mit der des Chefredakteurs zu verwechseln.

Wird die größte Zeitung des Landes als Sprungbrett für Ihr politisches Comeback dienen?

Nein. Ich übe heute kein politisches Mandat aus. Was die Frage nach einer erneut aktiveren Rolle in der Politik angeht, habe ich mich noch nicht festgelegt.


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