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Erhöhung des Spitzensteuersatzes auf 48 Prozent
Politik 29.09.2015 Aus unserem online-Archiv
Debatte über Steuerreform

Erhöhung des Spitzensteuersatzes auf 48 Prozent

"Déi Lénk" stellten am Dienstag ihre Prioritäten für die bevorstehende "rentrée parlamentaire" vor.
Debatte über Steuerreform

Erhöhung des Spitzensteuersatzes auf 48 Prozent

"Déi Lénk" stellten am Dienstag ihre Prioritäten für die bevorstehende "rentrée parlamentaire" vor.
Foto: Anouk Antony
Politik 29.09.2015 Aus unserem online-Archiv
Debatte über Steuerreform

Erhöhung des Spitzensteuersatzes auf 48 Prozent

Eine Absenkung der indirekten Steuern, eine stärkere steuerliche Belastung von Unternehmen, die Erhöhung des Spitzensteuersatzes - das sind die Kernforderungen von "Déi Lénk" zur anstehenden Steuerreform.

(stb) - "Déi Lénk" stellten am Dienstag ihre Prioritäten für die bevorstehende "Rentrée Parlementaire" vor. Im Fokus stand dabei die anstehende Steuerreform.

Die Erhöhung des Spitzensteuersatzes ist eine der Kernforderungen. Dieser soll nach den Vorstellungen von "Déi Lénk" auf 48 Prozent erhöht werden.

Die TVA-Erhöhung von Anfang des Jahres habe das Gewicht der steuerlichen Belastung weiter zuungunsten der indirekten Steuern verlagert, was vor allem die Geringverdiener stärker belaste. Deswegen fordern "Déi Lénk", dass die TVA wieder gesenkt wird. Dies würde allen Haushalten zu Gute kommen.

Außerdem sollen die Betriebe wieder stärker in die Verantwortung genommen werden. Diese würden in Luxemburg nach Kroatien den niedrigsten Steuersatz innerhalb der Europäischen Union bezahlen. Da sei noch viel Luft nach oben.

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