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Affäre Lunghi: RTL setzt Ethikkommission ein
Politik 07.12.2016 Aus unserem online-Archiv
"Entscheidungsstrukturen überprüfen"

Affäre Lunghi: RTL setzt Ethikkommission ein

Die RTL-Tochter CLT-UFA setzt eine Kommission ein und will "Entscheidungsstrukturen überprüfen".
"Entscheidungsstrukturen überprüfen"

Affäre Lunghi: RTL setzt Ethikkommission ein

Die RTL-Tochter CLT-UFA setzt eine Kommission ein und will "Entscheidungsstrukturen überprüfen".
Foto: Guy Jallay
Politik 07.12.2016 Aus unserem online-Archiv
"Entscheidungsstrukturen überprüfen"

Affäre Lunghi: RTL setzt Ethikkommission ein

Volker BINGENHEIMER
Volker BINGENHEIMER
Als Konsequenz aus der Lunghi-Affäre setzt der Fernseh- und Radiosender RTL Lëtzebuerg eine Ethikkommission ein. Sie soll „sensible Sendungsinhalte“ bewerten, teilte CLT-UFA am Mittwochabend nach der Sitzung des Verwaltungsrates mit.

(vb) – Als Konsequenz aus der Lunghi-Affäre setzt der Fernseh- und Radiosender RTL Lëtzebuerg eine Ethikkommission ein. Sie soll „sensible Sendungsinhalte“ bewerten, teilte CLT-UFA am Mittwochabend nach der Sitzung des Verwaltungsrates mit.

Das Interview mit dem ehemaligen Mudam-Direktor Enrico Lunghi hatte bis in den Mutterkonzern RTL Group seine Kreise gezogen. Alain Berwick, Direktor von RTL Lëtzebuerg, hatte auf die Berichterstattung in der Sendung „Den Nol op de Kapp“ Einfluss genommen. Er trat zurück, bleibt jedoch bis zum Sommer kommenden Jahres Verwaltungsratsmitglied. Wer Berwicks Nachfolger als CEO wird, ist noch nicht bekannt.

Der Vorgang beschäftigte auch die Konzernabteilung „Audit & Compliance“, die am Mittwoch ihren Bericht vorlegte. Der Verwaltungsrat beschloss demnach, eine Ethik-Arbeitsgruppe einzusetzen, die Sendungsinhalte redaktionsübergreifend unter die Lupe nehmen soll. Außerdem hieß es von CLT-UFA: „Die Programmverantwortlichen von RTL Lëtzebuerg werden in den kommenden Wochen – auch im Austausch mit Einheiten der RTL Group im benachbarten Ausland – die Entscheidungsstrukturen und -prozesse bei RTL Lëtzebuerg überprüfen und gegebenenfalls verbessern.“ Die Unabhängigkeit der Redaktion müsse sichergestellt werden.

Regierungskommissar Jean-Paul Zens hatte im Auftrag von Staatsminister Xavier Bettel die Affäre Lunghi am Mittwoch im Verwaltungsrat zur Sprache gebracht. Er wollte im Anschluss an die Sitzung keine Stellungnahme abgeben. Auch die Vertreter der Abgeordnetenkammer im Verwaltungsrat verwiesen darauf, dass bei der Sitzung Vertraulichkeit vereinbart wurde.

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