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"Entscheidender Moment in der Klimapolitik"
Politik 23.09.2014 Aus unserem online-Archiv
Carole Dieschbourg zum Klimagipfel

"Entscheidender Moment in der Klimapolitik"

Carole Dieschbourg: "Weniger Zynismus, mehr Weitsicht."
Carole Dieschbourg zum Klimagipfel

"Entscheidender Moment in der Klimapolitik"

Carole Dieschbourg: "Weniger Zynismus, mehr Weitsicht."
Foto: Guy Jallay
Politik 23.09.2014 Aus unserem online-Archiv
Carole Dieschbourg zum Klimagipfel

"Entscheidender Moment in der Klimapolitik"

Beim Klimagipfel in New York will UN-Generalsekretär Ban Ki-Moon der Staatengemeinschaft mehr Engagement beim Kampf gegen den Klimawandel abringen. Carole Dieschbourg erwartet sich "Weitsicht und Verantwortung" von den Teilnehmern.

(mas) - "Wir sind an einem entscheidenden Moment in der Klimapolitik angelangt", so die luxemburgische Umweltministerin, die die Regierung in New York vertritt. "Ich erwarte mir von den Diskussionen weniger Zynismus, mehr Weitsicht und mehr Bereitschaft zur Verantwortung."

Als Weckruf könnte nach ihrem Dafürhalten der jüngste Bericht der Weltorganisation für Meteorologie dienen, der einen neuen Höchststand bei den klimaschädlichen Treibhausgasen vermeldete. "Die Handlungsbereitschaft der Staaten wird meiner Meinung nach steigen, wenn neben diesen alarmierenden Analysen mehr über konkrete Chancen und Lösungsansätze gesprochen wird."

Dazu gehört unter anderem der Klima-Fonds, mit dem die Industriestaaten die Entwicklungsländer bei ihrem Kampf gegen den Klimawandel und dessen Konsequenzen unterstützen sollen - mit dessen Speisung sich die Industriestaaten jedoch schwer tun. Carole Dieschbourg geht in diesem Punkt von positiven Signalen vom Klimagipfel aus; wesentlich für eine nachhaltige Klimapolitik sei dabei, "dass die Gelder in konkrete, nachweisbare Projekte fließen".

Dass die Industriestaaten, insbesondere die EU, auch im eigenen Interesse handeln sollten, zeigt das Beispiel der Ukraine/Russland-Krise und die Abhängigkeit in der Energieversorgung. Der Konflikt belege, dass die Energieabhängigkeit politisch missbraucht werden könne, gibt die Ministerin zu bedenken. Einerseits würden die Energieimporte Europa politisch wie wirtschaftlich lähmen; andererseits würde die EU über ausreichend Potenzial verfügen, um in puncto Energieeffizienz und Nutzung erneuerbarer Energien auf starken eigenen Füßen zu stehen.


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