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Engel interessiert - Wilmes wartet ab
Der Europaabgeordnete Frank Engel hat Interesse am CSV-Vorsitz.

Engel interessiert - Wilmes wartet ab

Foto: Guy Jallay
Der Europaabgeordnete Frank Engel hat Interesse am CSV-Vorsitz.
Politik 06.12.2018

Engel interessiert - Wilmes wartet ab

Michèle GANTENBEIN
Michèle GANTENBEIN
CSV-Präsident Marc Spautz tritt nicht mehr für den Parteivorsitz an. Der CSV-Europaabgeordnete Frank Engel und der Abgeordnete Serge Wilmes haben Interesse. Und auch Luc Frieden hat eine Entscheidung getroffen.

Mit der Wahl Martine Hansens zur Fraktionschefin läutete die CSV am Mittwoch die personelle Erneuerung ein. Die Erneuerung wird sich nun in der Parteispitze fortsetzen. Wie Parteipräsident Marc Spautz am Donnerstagmorgen auf RTL Radio mitteilte, will er auf eine weitere Amtszeit als Parteivorsitzender verzichten. Damit ist der Weg frei für neue Kandidaten.

Die Entscheidung sei ihm nicht leicht gefallen, sagte Spautz. Aber es sei wichtig, zu Beginn der Legislaturperiode den Weg frei zu machen für eine neue Mannschaft, "damit sie genügend Zeit hat, neue Akzente zu setzen und die Partei so aufzustellen, dass sie bei den nächsten Wahlen ein anderes Ergebnis einfahren kann". Marc Spautz war seit April 2014 Parteipräsident.


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Wenn alles nach Plan läuft, steht am Mittwoch die neue Regierung. An dem Tag hat auch die CSV einen wichtigen Termin: Die Fraktion wählt ihren Vorsitzenden. Claude Wiseler tritt nicht mehr für den Fraktionsvorsitz an.

Im Gespräch für den Parteivorsitz ist der Abgeordnete und Hauptstadtschöffe Serge Wilmes, der bei den Kommunal- und Parlamentswahlen ein hervorragendes persönliches Ergebnis erzielt hatte. Auch der Europaabgeordnete Frank Engel hat Interesse am Parteivorsitz bekundet. Beide hatten ihre Kandidatur von der Entscheidung des amtierenden Parteipräsidenten abhängig gemacht.

Frank Engel hat Interesse

Auf Nachfrage des "Luxemburger Wort" bestätigte Frank Engel, dass er Interesse am Parteivorsitz habe und er seine Kandidatur aller Voraussicht nach stellen werde. Jetzt, da die CSV zum zweiten Mal in Folge in der Opposition sei, brauche sie einen Parteipräsidenten, der sich fulltime um die Partei kümmere. Sollte er zum Parteipräsidenten gewählt werden, tritt der Europaabgeordnete nicht mehr bei den Europawahlen an.

Der CSV-Abgeordnete und Hauptstadtschöffe Serge Wilmes hat sich noch nicht entschlossen, ob er für den Posten des Parteipräsidenten kandidieren wird.
Der CSV-Abgeordnete und Hauptstadtschöffe Serge Wilmes hat sich noch nicht entschlossen, ob er für den Posten des Parteipräsidenten kandidieren wird.
Foto: Chris Karaba

Serge Wilmes wartet ab

Serge Wilmes hält sich noch bedeckt und wartet erst einmal die vielen Bezirkskongresse ab. "Es reicht nicht, einfach nur Köpfe auszutauschen", so Wilmes auf Nachfrage des "Luxemburger Wort". Er wolle sich an der Basis umhören, was die Mitglieder erwarten und unter Erneuerung verstehen. Wichtig sei, dass die Parteispitze aus einem Team bestehe, "das gut zusammenarbeitet und von der Basis getragen wird", so Wilmes. 

Luc Frieden nicht Kandidat

Im Gespräch war auch der frühere CSV-Minister Luc Frieden. Auf Nachfrage des "Luxemburger Wort" erklärte Frieden, dass er nicht für den Posten des Parteivorsitzenden kandidieren werde. "Die Partei braucht eine personelle und inhaltliche Erneuerung", sagte Frieden. Er sei der Ansicht, dass die Partei von einem jungen Präsidenten geführt werden sollte. "Die Partei braucht ein neues Gesicht."

Am 26. Januar stimmt der Nationalkongress über die neue Parteispitze ab.



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