Ende der KFOR-Mission : Luxemburg zieht sich aus dem Kosovo zurück
Foto: KFOR
Dutzende luxemburgische Soldaten haben im Kosovo für Frieden gesorgt.
Seit dem Jahr 2000 sind luxemburgische Soldaten im Rahmen eines Nato-Einsatzes im Kosovo stationiert. Vermutlich im Februar 2017 wird Luxemburg seine Mission beenden.
Ende der KFOR-Mission : Luxemburg zieht sich aus dem Kosovo zurück
Maxime LEMMER
Seit dem Jahr 2000 sind luxemburgische Soldaten im Rahmen eines Nato-Einsatzes im Kosovo stationiert. Vermutlich im Februar 2017 wird Luxemburg seine Mission beenden.
(ml) - Der Kosovo gilt als sicheres Herkunftsland. Für die luxemburgische Armee ist ein Ende der KFOR-Mission in Sicht. Dies teilte Verteidigungsminister Etienne Schneider am Montag den Mitgliedern des außenpolitischen Parlamentsausschusses mit. Seit 16 Jahren beteiligen sich Soldaten aus Luxemburg an der von der Nato geführten internationalen KFOR-Truppe.
Zu Beginn der Mission nahmen insgesamt rund 50.000 Soldaten daran teil. Derzeit sind es lediglich 5.500. Das Großherzogtum ist einer der wenigen Staaten, die in all den Jahren die Zahl der KFOR-Soldaten nicht reduziert haben. Derzeit sind 23 luxemburgische Soldaten im Kosovo im Einsatz. Die militärische Präsenz Luxemburgs in dieser Region wird vermutlich im Februar kommenden Jahres beendet.
Im Balkan-Staat tobt seit Jahren ein Konflikt zwischen der albanischen Mehrheit und der serbischen Minderheit. Die Sicherheitslage habe sich wesentlich verbessert, sagte Schneider. Zahlreiche Herausforderungen müssten noch gemeistert werden. Diese würden jedoch vor allem den Rechtsstaat und den zivilen Bereich betreffen. Der Rückzug aus der KFOR-Mission ermögliche es, die militärischen Ressourcen auf andere Friedensmissionen zu verteilen.
Am Mittwoch reist Verteidigungsminister Etienne Schneider mit einer Luxemburger Delegation nach Pristina. Dort besichtigt er ein von Luxemburg kofinanziertes militärmedizinisches Zentrum.
Am Samstag wurden die 23 Mitglieder des letzten Kosovo-Kontingents offiziell nach vier Monaten in Luxemburg empfangen. Klicken Sie sich durch emotionsvolle Fotos einer langersehnten Rückkehr.
Die Luxemburger Armee engagiert sich seit 25 Jahren bei Auslandsmissionen. Manche enden, wie die Kosovo-Mission, doch im Zuge der veränderten internationalen Sicherheitslage kommen auf die Armee neue Aufgaben zu.
Am Samstagabend landete Flug LG7886 aus Pristina auf dem Findel. An Bord der Sondermaschine: 23 Soldaten die nach ihrer Friedensmission in Kosovo zurückkehrten - zurück zu Familie und Freunden.
Großherzog Henri hat an diesem Mittwoch das luxemburgische Kfor-Kontingent im nördlichen Kosovo besucht. Begleitet wurde der Oberbefehlshaber der Armee von Verteidigungsminister Etienne Schneider.
Bei der Luxemburger KFOR-Truppe im Kosovo ist am Mittwochabend ein Offizier ums Leben gekommen. Der Tod steht laut einer Mitteilung vom Verteidigungsministerium nicht in Verbindung mit dem Militäreinsatz.
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