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Empörte Religionslehrer: Neuer Wirbel um den Werteunterricht
Politik 03.03.2016 Aus unserem online-Archiv

Empörte Religionslehrer: Neuer Wirbel um den Werteunterricht

In der Grundschule soll der Werteunterricht 2017/2018 eingeführt werden.

Empörte Religionslehrer: Neuer Wirbel um den Werteunterricht

In der Grundschule soll der Werteunterricht 2017/2018 eingeführt werden.
Foto: Pierre Matge
Politik 03.03.2016 Aus unserem online-Archiv

Empörte Religionslehrer: Neuer Wirbel um den Werteunterricht

Maxime LEMMER
Maxime LEMMER
Die Arbeitsgruppe, die das Unterrichtsmaterial für den Werteunterricht in der Grundschule erstellt, wurde personell aufgestockt. Die Religionslehrer seien dabei nicht berücksichtigt worden, lautet der Vorwurf.

(ml) - Der Werteunterricht, der den Religions- und den Moralunterricht ablösen wird, sorgt weiter für Wirbel. Bereits im kommenden Herbst soll das neue Fach "Leben und Gesellschaft" im Secondaire eingeführt werden. Im Vorfeld müssen mehr als 100 Unterrichtseinheiten erarbeitet und Unterrichtsmaterialien bereitgestellt werden.

In der Grundschule wird der Werteunterricht erst 2017/2018 eingeführt. Die Ausarbeitung des didaktischen Materials gestalte sich schwierig, beschwert sich die „Association luxembourgeoise d'enseignants d'éducation religieuse et morale dans l'enseignement fondamental“ (Alerf).

Keine Parität mehr

Die Zahl der Mitarbeiter, die in der Arbeitsgruppe für die Grundschule mitwirken, sei  vergangene Woche verdoppelt worden. Acht Mitglieder würden jetzt dieser Gruppe angehören. Das Bildungsministerium habe jedoch darauf verzichtet, einen zusätzlichen Religionslehrer hinzuzuziehen. Bei der Rekrutierung von neuen Mitarbeitern seien die Religionslehrer ausgeschlossen worden.

Dies sei umso bedauerlicher als sich die Vorbereitungsarbeiten in einer entscheidenden Phase befänden, heißt es weiter. In der Vergangenheit sei der Minister immer darum bemüht gewesen, dass bei der Erstellung des Programms für den Werteunterricht die Parität gewährleistet sei.

Inzwischen habe Claude Meisch seine Herangehensweise radikal geändert. Das Prinzip der Parität sei über Bord geworfen worden, betont die Interessenvereinigung der Religionslehrer. Die Alerf will das entstandene Ungleichgewicht nicht einfach so hinnehmen und fragt sich, was die Beweggründe für diesen Richtungswechsel sind.

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