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Einführung des Werteunterrichts: Was geschieht mit den Religionslehrern?
Politik 05.05.2017 Aus unserem online-Archiv

Einführung des Werteunterrichts: Was geschieht mit den Religionslehrern?

Derzeit nehmen 56 Lehrkräfte an einer Weiterbildung teil, der ihnen einen Zugang zum Pool der pädagogischen Hilfskräfte ermöglicht.

Einführung des Werteunterrichts: Was geschieht mit den Religionslehrern?

Derzeit nehmen 56 Lehrkräfte an einer Weiterbildung teil, der ihnen einen Zugang zum Pool der pädagogischen Hilfskräfte ermöglicht.
Foto: Pierre Matgé
Politik 05.05.2017 Aus unserem online-Archiv

Einführung des Werteunterrichts: Was geschieht mit den Religionslehrern?

Maxime LEMMER
Maxime LEMMER
Mit der Abschaffung des Religions- und Ethikunterrichts wird ein Pool der pädagogischen Hilfskräfte aufgestellt. Minister Claude Meisch gibt Aufschluss darüber, welche Aufgaben ihnen zugewiesen werden.

(ml) - Der neue Werteunterricht wird zum Schuljahr 2017/18 in sämtlichen Klassen der Grundschule eingeführt. Das Fach "Vie et société" ersetzt somit den bisherigen Religions- und Ethikunterricht. Die beiden grünen Abgeordneten Claude Adam und Josée Lorschée wollten in einer parlamentarischen Anfrage Einzelheiten über die Reserve der pädagogischen Hilfskräfte erfahren, die im Zuge der Abschaffung des Religionsunterrichts ins Leben gerufen wird.

Sport- und Musikaktivitäten ausgeschlossen

Zurzeit nehmen 56 Religionslehrer und -Lehrbeauftragte an der Weiterbildung teil, die ihnen einen Zugang zum nationalen Pool der "auxiliares éducatifs" ermöglicht, bestätigt Bildungsminister Claude Meisch in seiner Antwort. Im Grunde genommen spreche nichts dagegen, dass diese pädagogischen Hilfskräfte vor und nach dem Schwimmunterricht auf die Schüler aufpassen, vorausgesetzt, dass dies unter der Verantwortung eines Klassenlehrers oder seines Stellvertreters und des Vorgesetzten  geschieht. Sport- oder Musikaktivitäten (LASEP, MUSEP, ARTEC) fallen unterdessen nicht in ihren Kompetenzbereich.

Die sogenannten "auxiliaires éducatifs" werden aufgrund verschiedener Kriterien einem Schulbezirk oder einem regionales Aufsichtsamt (bureau de l'inspection) zugeordnet. Neben dem Dienstalter der Betroffenen wird dabei auch den Bedürfnissen Rechnung getragen, die erforderlich sind, um die Kontinuität und die Stabilität der Teams zu gewährleisten, in denen sie eingesetzt werden.



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