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Eine junge Frau
Politik 30.11.2018 Aus unserem online-Archiv

Eine junge Frau

Taina Bofferding (LSAP) wird als nächste Innenministerin gehandelt. Sie wäre die erste Frau, die diesen Posten bekleidet.

Eine junge Frau

Taina Bofferding (LSAP) wird als nächste Innenministerin gehandelt. Sie wäre die erste Frau, die diesen Posten bekleidet.
Foto: Guy Jallay
Politik 30.11.2018 Aus unserem online-Archiv

Eine junge Frau

Patrick BESCH
Patrick BESCH
"Frisches junges Blut tut jedoch auch gut! Vielleicht hilft dieses unverbrauchte, zudem weibliche Gesicht, verschiedene verkrustete Sachlagen endlich nach vorne zu bringen." Ein Kommentar von Patrick Besch.

„Nun also doch kein Mann.“ Ein Satz, den man in Luxemburg eigentlich viel zu selten hört. Nicht nur die Wahlen vom 14. Oktober sind ein Zeugnis dafür, dass es um die Chancengleichheit in der luxemburgischen Politik nicht zum Besten steht. Auch bei der vermutlichen Ministerpostenbesetzung haben die Frauen wieder mal das Nachsehen: Nach jetzigen Informationen werden lediglich fünf der 17 Posten von Frauen besetzt. Obwohl noch gar nichts feststeht, gerät eine der Kandidatinnen schon jetzt in die Schusslinie: Gestern kommentierte die Gemeindebeamtengewerkschaft FGFC die Besetzung des Innenministerpostens mit Taina Bofferding.

Bei den Verhandlungen zum neuen Regierungsabkommen waren die Frauen in klarer Unterzahl. Auch bei der LSAP.
Bei den Verhandlungen zum neuen Regierungsabkommen waren die Frauen in klarer Unterzahl. Auch bei der LSAP.
Foto: Guy Jallay

„Nun wird es dann wohl eine junge Frau sein, die die interne Organisation unseres Landes unter ihre Fittiche nimmt“, heißt es in dem Schreiben der Gewerkschaft. Obwohl die LSAP-Politikerin ihr Amt noch nicht einmal angetreten hat, scheint es seitens der FGFC schon Zweifel an ihrer Kompetenz zu geben: „Wir sind demnach gespannt auf ihre persönliche Ausstrahlung, ihre Kompetenz sowie ihren Sachverstand.“ Ironischerweise verspricht die Gewerkschaft zum Abschluss ihrer Mitteilung der „Frau Innenministerin“ einen „konstruktiven und fairen Umgang“ ihrerseits. Doch dafür ist es jetzt schon zu spät, denn Sexismus und Fairness sind nicht unter einen Hut zu bringen, es sind zwei sich ausschließende Konzepte.

Das Schreiben der Gemeindebeamtengewerkschaft FGFC: