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Nur drei Prozent der Altersheimbewohner nicht geimpft
Politik 2 Min. 12.01.2022
Infektionslage

Nur drei Prozent der Altersheimbewohner nicht geimpft

Die Corona-Lage in den Altersheimen gibt derzeit keinen Anlass zur Sorge.
Infektionslage

Nur drei Prozent der Altersheimbewohner nicht geimpft

Die Corona-Lage in den Altersheimen gibt derzeit keinen Anlass zur Sorge.
Foto: Shutterstock
Politik 2 Min. 12.01.2022
Infektionslage

Nur drei Prozent der Altersheimbewohner nicht geimpft

Annette WELSCH
Annette WELSCH
Familienministerin Corinne Cahen verweist auf niedrige Infektionszahlen in den Pflegeeinrichtungen. Zudem sei die überwiegende Mehrheit geimpft.

Die besorgniserregend hohe Zahl der Covid-Neuinfektionen aufgrund der Omikron-Variante, die seit Weihnachten überwiegt, war am Mittwoch auch  Thema in der Familienkommission. Dort bezogen Familienministerin Corinne Cahen (DP) und der Epidemiologe der Gesundheitsdirektion Joël Mossong Stellung zur epidemiologischen Situation in den Alters- und Pflegeheimen (Cipa). Und konnten Entwarnung geben.


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„Nur 42 Personen von allen Alters- und Pflegeheimbewohnern waren Stand Dienstagabend positiv. Keiner von ihnen ist wirklich krank: Die Mehrheit hat keine Beschwerden, einige haben leichte Symptome“, erklärte Cahen im Anschluss bei einer Pressekonferenz. Kein Bewohner eines Cipa befinde sich in einem Spital. „Die gute Nachricht ist, dass Impfung und Booster wirken und die allermeisten Bewohner auch geimpft und geboostert sind.“ 

Mossong gibt die Zahl der nicht geimpften Personen in den Cipa mit drei Prozent an - sei es, weil sie selber die Impfung ablehnen oder die Familie bei unmündigen Personen. Cahen sagte: „Wir versuchen sie zu überzeugen, aber schlussendlich bleibt es eine freie Wahl.“

Es werde aber auch jeder Bewohner „ein paarmal die Woche per Schnelltest“ und alle paar Wochen vom Team des Staatslabors mit PCR-Test untersucht. Besucher unterliegen 3G und müssen zusätzlich jedes Mal, wenn sie eine Altenstruktur betreten, einen Schnelltest machen. „Wir sind in den Cipa strenger als sonst im Land.“

57 Personen in der häuslichen Pflege infiziert

In der häuslichen Pflege, zu der auch die betreuten Wohnstrukturen zählen, sind Stand Dienstagabend 57 Personen infiziert, elf davon leben im betreuten Wohnen. Cahen lancierte dennoch zwei Appelle: „Wenn Sie zu einer vulnerablen Person gehen, testen Sie sich vorher und wenn Sie selber ein Vulnerabler sind, lassen Sie sich impfen und boostern. Es geht um Ihre eigene Gesundheit. Reden Sie bei Zweifeln mit Ihrem Arzt.“  

Mossong ging dann auf die allgemeine epidemiologische Lage ein. Im Vergleich zu 2020 steigen die Infektionszahlen zwar ganz stark an, aber bei den Hospitalisierungen und den Intensivpatienten sind sie gering. „Wir müssen noch abwarten, aber die ersten Signale sind positiv.“ 

Positiv ist auch, dass die Zahlen bei den Älteren noch bei unter 500 Infektionen pro 100.000 liegen und auch nicht so stark ansteigen wie bei den 15- bis 45-Jährigen. Waren 2020 die Infektionszahlen bei den Heimbewohnern höher als beim Personal, ist es heute umgekehrt. 


IPO , PK Corinne Cahen u. Paulette Lenert , Situation Covid Altersheime , Corona , Covid-19 , Sars-CoV-2 , Foto:Guy Jallay/Luxemburger Wort
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Viel niedriger als 2020 sind die Zahlen auch bei den Hospitalisierungen und Todesfällen. „Die Verstorbenen sind meist gerade erst kurz davor geimpft worden. Generell sieht man den großen Impakt der Impfungen und dass die Infizierten nur leichte Symptome zeigen.“

Bislang bleibe auch der befürchtete Personalmangel aus. „Wir sehen, dass die Inzidenz im Pflegesektor nicht so hoch ist wie in anderen Sektoren, wahrscheinlich weil mehr Personen geboostert sind.“ Man wisse die Zahlen der Grenzgänger nicht, aber beim ansässigen Personal sind 60 Prozent bereits geboostert. „Diese Zahl wird noch steigen, weil die jungen Pfleger erst jetzt geboostert werden.“


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