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Drei neue Erstaufnahme-Einrichtungen für Flüchtlinge
Politik 2 Min. 11.09.2015 Aus unserem online-Archiv
Corinne Cahen kündigt an

Drei neue Erstaufnahme-Einrichtungen für Flüchtlinge

Familienministerin Cahen und Premier Bettel beim Pressebriefing.
Corinne Cahen kündigt an

Drei neue Erstaufnahme-Einrichtungen für Flüchtlinge

Familienministerin Cahen und Premier Bettel beim Pressebriefing.
Pierre Matgé
Politik 2 Min. 11.09.2015 Aus unserem online-Archiv
Corinne Cahen kündigt an

Drei neue Erstaufnahme-Einrichtungen für Flüchtlinge

Da derzeit viele Asylbewerber nach Luxemburg kommen, wird die Regierung drei Erstaufnahme-Einrichtungen in Luxemburg-Stadt, Strassen und Ettelbrück schaffen. Dort wird Platz für mehr als 600 Menschen sein.

(ks/ml) - Die Regierung hat am Freitag angekündigt, drei neue Erstaufnahme-Einrichtungen einzurichten. Folgende Standorte sind vorgesehen:

  • Ein Gebäudeteil der CHL-Maternité in der Route d'Arlon in Luxemburg-Stadt wird 100 Personen aufnehmen können.
  • Das frühere Gebäude des Logopädie-Zentrums in Strassen wird 300 Asylbewerbern Platz bieten.
  • 200 Personen können in zwei Gebäudeteilen des Centre Hospitalier Neuro-Psychiatrique (CHNP) im Park von Ettelbrück untergebracht werden.

In den Erstaufnahme-Einrichtungen leben Asylbewerber in den ersten sechs bis acht Wochen ihres Aufenthalts in Luxemburg. Derzeit kämen pro Tag 30 Menschen im Großherzogtum an, erklärte Integrationsministerin Corinne Cahen am Freitag nach dem Regierungsrat. Im August beantragten insgesamt 188 Migranten in Luxemburg Asyl, was einem Durchschnitt von sechs Personen pro Tag entspricht.

Für die geplanten Containerdörfer sei bisher eine erste Liste mit Grundstücken, die in Frage kommen, erstellt worden, erklärte die Ministerin bei einem Pressestatement vor dem Staatsministerium. Es gelte noch, verfahrensrechtliche Aspekte zu prüfen. Die Realisierung wird sechs bis acht Monate auf sich warten lassen.

Kurzfristig könnte eine Messehalle in Kirchberg genutzt werden, um dort Flüchtlinge unterzubringen. Falls es dazu kommen sollte, würden dort Zelte aufgestellt werden. Des Weiteren haben sich eine Reihe von Gemeinden dazu bereit erklärt, Wohnraum für Flüchtlinge zu schaffen, so Cahen. In Düdelingen werden unterdessen keine Container, sondern Mobil-Häuser entstehen. Die Gebäude stehen zurzeit noch in Colpach.

Premier Xavier Bettel kündigte zudem an, dass das Olai personell verstärkt wird. Die Behörde kümmert sich um die Unterbringung und Versorgung der Asylbewerber. Dort bestehe derzeit ein Personalbedarf von 20 Mitarbeitern. In einer ersten Phase werde jedes Ministerium nun einen Beamten für das Olai abstellen.

Beim Treffen der EU-Finanzminister an diesem Freitag und Samstag in Luxemburg soll es unter anderem um die Finanzierung der Flüchtlingshilfe gehen.

Mehr zum Thema:

- Flüchtlingsheim in Düdelingen geplant

- Sahib und Ali: Ein Flüchtlingspaar aus dem Irak erzählt

- Container-Dörfer in Planung

- Finden Sie hier unser Dossier zur Flüchtlingspolitik in Luxemburg


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