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DP stellt Mobilitätskonzept vor
Intelligente Verkehrsleitsysteme sollen Staus in Zukunft besser verhindern können.

DP stellt Mobilitätskonzept vor

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Intelligente Verkehrsleitsysteme sollen Staus in Zukunft besser verhindern können.
Politik 2 Min. 29.08.2018

DP stellt Mobilitätskonzept vor

Glenn SCHWALLER
Mehr Investitionen in den Wohnungsbau und innovative Lösungen im Bereich der Mobilität. So sieht das Zukunftskonzept der DP aus.

Für die DP besteht die Zukunft der Mobilität aus einem Zusammenspiel mehrerer Konzepte. Man wolle nicht pauschal das Auto als Sündenbock für die aktuelle Verkehrslage in Luxemburg verantwortlich machen und schon gar nicht die einzelnen Verkehrsmittel gegeneinander ausspielen. So fügt sich der Gedanke in das Wahlkampfmotto der DP ein, laut dem es nicht mehr "entweder...oder", sondern "sowohl als auch" heißen soll. Ziel sei es, dass jeder selbst entscheiden kann, wie er sich fortbewegt und dabei stets schnell und bequem ans gewünschte Ziel kommt. 

"Aktuell braucht eine Person in Luxemburg durchschnittlich eineinhalb Stunden täglich, um ans Ziel zu kommen. Diese Zeit muss deutlich verkürzt werden!", forderte der Generalsekretär der Partei, Claude Lamberty, am Mittwoch, als er zusammen mit dem Wohnungsbauminister Marc Hansen die Vision der DP zu den Themen Mobilität und Infrastruktur vorstellte.

Damit dies auch gelingt, müsse jedoch noch viel getan werden. Hansen stellte zu diesem Anlass gleich ein ganzes Paket an Lösungsvorschlägen vor. Die Maßnahmen reichen dabei von einer besseren Nutzung der bereits  heute bestehenden Möglichkeiten bis hin zu innovativen Zukunftskonzepten. 

So soll beispielsweise der öffentliche Verkehr gestärkt werden, um eine attraktive Option zum Individualverkehr darzustellen. Neue Tramlinien, darunter eine von Luxemburg-Stadt nach Esch sowie eine weitere Strecke, die die Hauptstadt mit dem Osten des Landes verbindet, sollen mehr Pendler zum Umsteigen auf öffentliche Verkehrsmittel bewegen. Zusätzliche Expressbusse, die weniger Zwischenstopps einlegen, könnten zusätzlich dazu beitragen, die Menschen schneller von A nach B zu bringen. 

Öffentlicher Nahverkehr soll gestärkt werden

Ein weiteres Anliegen der Partei ist die kostenlose Nutzung der öffentlichen Verkehrsmittel. Bereits heute könnten viele Menschen Bus und Bahn gratis nutzen, so beispielsweise Studenten. In Zukunft solle jeder diese Möglichkeit haben. Hansen betonte, dass aktuell nur 30 der insgesamt 900 Millionen Euro, die der öffentliche Verkehr jedes Jahr kostet, durch Ticketverkäufe generiert werde. Dies entspricht nur drei Prozent des gesamten Kostenpunktes. 

Hansen verwies dabei auf Paris. In der französischen Hauptstadt wären immerhin 28 Prozent der Kosten des öffentlichen Verkehrs durch Ticketerlöse gedeckt und trotzdem gäbe es konkrete Überlegungen, den Nahverkehr kostenlos anzubieten. 

Um Staus auf den Autobahnen in Zukunft besser vermeiden zu können, schlägt die DP intelligente Verkehrsleitsysteme vor. Diese könnten, wenn nötig, beispielsweise die Pannenspur  für den Verkehr freigeben. Somit würde in den Hauptstoßzeiten eine weitere Bahn für den Autoverkehr frei werden.Für Radfahrer soll der Bau einer Fahrradautobahn zwischen Esch und Luxemburg-Stadt getätigt werden.

Es gibt viele Lösungen, die man alle nutzen sollte." 

Mehr Geld für den Wohnungsbau

Auch das Thema Wohnen wurde aufgegriffen. Die DP sieht den einzigen Ausweg aus dem aktuellen Wohnraumproblem darin, den Bau neuer Immobilien weiter anzukurbeln. Dazu sollen vor allem Genehmigungsverfahren in Zukunft vereinfacht und somit schneller werden. Zu diesem Zweck sollen alle Kompetenzen, die den Wohnungsbau betreffen und aktuell im Zuständigkeitsbereich des Wohnungsbau-, Innen- und Umweltministeriums liegen, in Zukunft in einem einzigen Ministerium gebündelt werden. 

Zudem fordern die Liberalen, dass Bauland, das sich bereits im öffentlichen Besitz befindet,  möglichst schnell bebaut werden soll, um neuen Wohnraum zu schaffen. Die Gemeinden sollen bei eigenen Bauvorhaben vom Staat finanziell unterstützt werden. Hansen betonte jedoch, dass es mit der DP keine Enteignungen von privatem Grund und Boden geben werde.


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